Brand­schaden Flämmen bei Wind grob fahr­lässig

Brand­schaden - Flämmen bei Wind grob fahr­lässig
Gefähr­lich: Unkrautbekämpfung mit dem Gasbrenner. © Picture Alliance / Blickwinkel / G. Czepluch

Bei Wind­stärke 5 mit einem Gasbrenner Unkraut zu bekämpfen, ist grob fahr­lässig. Das hat das Ober­landes­gericht Celle entschieden (Az. 8 U 203/17). Ein Unternehmer aus Hambühren bei Celle wollte das an sein Grund­stück und eine Hecke grenzende Pflaster von Unkraut befreien. Trotz des Windes ließ er einen Auszubildenden das Pflaster mit einem Gasbrenner bearbeiten. Er selbst ging mit einem Hock­druck­reiniger hinterher. Die Hecke fing Feuer. Der Brand griff aufs Wohn­haus über. Schaden: 150 000 Euro. Die Gebäude­versicherung über­nahm nur 70 Prozent des Schadens. Das Flämmen sei grob fahr­lässig gewesen. So sahen es auch das Land­gericht Lüneburg und das Ober­landes­gericht Celle. Die Versicherung hätte den Schaden­ersatz sogar um 40 Prozent kürzen dürfen, meinten die Ober­landes­richter in Celle.

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