Botox in der Medizin: Gegen den Schiefhals

Für die medizi­nische Anwendung. Zugelassen sind die Präparate Botox, Dysport, Neurobloc, Xeomin.

Verkrampfungen lösen. Medizi­nisch wird Botulinumtoxin einge­setzt, um lokal begrenzte Muskel­verkrampfungen zu behandeln. Hierzu zählen Lidkrampf, Schiefhals, auf Gehirn­schäden beruhende Lähmungen bei Kindern und Verkrampfungen nach einem Schlag­anfall.

Schweiß­drüsen trockenlegen. Weiteres Einsatz­gebiet von Botulinumtoxin: über­mäßiges Schwitzen unter den Achseln. Der Wirk­stoff hemmt die Reiz­über­tragung der Nerven zu den Schweiß­drüsen. Die Wirkung hält sechs bis acht Monate an, bei einigen Patienten sogar länger.

Migräne­anfälle vermindern. In Groß­britannien ist Botox auch für die Behand­lung chro­nischer Migräne zugelassen. Hier­zulande steht eine Entscheidung darüber noch aus.

Nur ein Arzt darf spritzen. Botulinumtoxin soll nur von Ärzten einge­setzt werden, die sich dafür besonders qualifiziert haben. Das betrifft sowohl die Hand­habung des Arznei­mittels als auch seine Anwendung. Insbesondere müssen sie darauf einge­richtet sein, bei einer lebens­bedrohlichen allergischen Reaktion und bei schwerwiegenden Schluck- und Atem­beschwerden sofort eingreifen zu können.

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