Clostridium botulinum: Ein Nervengift

Sie leben im Wald­boden, auf dem Grund von Flüssen und Seen, mitunter auch im Magen von Säugetieren: Bakterien vom Typ Clostridium botulinum. Unter sauer­stoff­freien Bedingungen produzieren sie das Nervengift Botulinumtoxin. Bekannt wurden sie Ende des 19. Jahr­hunderts als Erreger des Botulismus, einer gefähr­lichen Lebens­mittel­vergiftung. Vor rund 20 Jahren wurde das Botulinumtoxin in den USA erst­mals in der Medizin zur Behand­lung des Schielens zugelassen. Heute ist es das welt­weit am häufigsten angewendete nicht­chirurgische Mittel zur Faltenglättung. Für die pharmazeutische Nutzung werden die Präparate biotechnologisch gewonnen, gereinigt und stark verdünnt.

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