Telekom-Aktionäre, die Bonusaktien aus dem zweiten und dritten Börsengang erhalten haben, müssen diese als Kapitalerträge versteuern. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden (Az. VIII R 70/02).

Ein Ehepaar hatte dagegen geklagt. Die T-Aktionäre waren mit Treueaktien aus dem zweitem Börsengang im Jahr 2000 belohnt worden. Nun müssen sie ihren Wert voll versteuern. Maßgeblich für den Steuerwert ist der niedrigste Kurs an einer deutschen Börse (einschließlich Xetra-Handel) am Tag, an dem die Papiere ins Depot gebucht wurden.

Besser schneiden T-Aktionäre ab, die später aus dem dritten Börsengang Bonusaktien bekamen. Nach dem neuen Halbeinkünfteverfahren ist wie bei den Bonusaktien der Deutschen Post nur noch der halbe Wert am Tag der Depoteinbuchung steuerpflichtig.

Tipp: Wurden die Bonuspapiere innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft, sollten Anleger weiter ihren Steuerbescheid offen halten. Die Besteuerung ist noch strittig (BFH, Az. IX R 8/04, Az. IX R 49/04).

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