Schlagbohr­maschinen mit Kabel im Test: Die Alleskönner

Schlagbohr­maschine. Der Testsieger durch­löchert sogar Beton zügig.

Im großen Bohr­maschinen-Vergleich hat die Stiftung Warentest aktuell auch sechs Schlagbohr­maschinen mit Kabel geprüft. Der Schlagbohr­maschinen-Test zeigt, dass Bohren die Stärke dieser Werk­zeuge ist: Übliches Schlagbohren in Beton oder Bohren ohne Schlag in Holz oder Metall können alle gut. Die Maschinen sind in Bohr­ständern montier­bar und ermöglichen Präzisions­bohrungen. Allerdings erzielten im Test nur zwei Modelle das test-Qualtitäts­urteil Gut. Drei Schlagbohr­maschinen schnitten im Test am Ende befriedigend und eine ausreichend ab.

Besser zwei Gänge

Die Stiftung Warentest hat für den aktuellen Schlagbohr­maschinen-Test Modelle ausgewählt, die über zwei Gänge verfügen. So lässt sich bei Wahl des zweites Ganges zum Beispiel recht zügig in Beton bohren. Der erste Gang kann helfen, gefühlvoll Schrauben einzudrehen. Bei einem früheren Test schwächelten exemplarisch ausgewählte relativ billige 1-Gang-Modelle vor allem beim lang­samen, kraft­vollen Schrauben.

Test­ergeb­nisse Schlagbohrmaschinen (nach Frei­schaltung verfügbar)

Suboptimal beim Schrauben

Auch die aktuell geprüften Schlagbohr­maschine schaffen beim Schrauben keine Meister­leistungen. Da sie mit 2,7 bis 3,2 Kilogramm recht schwer sind, fällt es nicht leicht, mit einer Hand die Maschine zu halten und mit der anderen zugleich eine Schraube in Position zu bringen. Weiterer Nachteil: Wird der Gasgebe-Schalter losgelassen, stoppen die Geräte nicht sofort, sondern laufen nach: Im Vergleich zum Akku-Bohr­schrauber reagiert die Schlagbohr­maschine daher schwerfäl­liger, so dass sich Schrauben nicht so einfach bündig mit der Holz­oberfläche eindrehen lassen.

Für Präzisions­bohrungen im Bohr­ständer

Mit einer guten Schlagbohr­maschine lassen sich viele Bohr­aufgaben optimal meistern: Die Maschinen sind im Bohr­ständer montier­bar und ermöglichen so – ohne „Schlag“ – präzise Bohrungen durch Metall­bleche oder andere Materialien. Im Schlagbohr­maschinen-Test funk­tionierte der Rund­lauf des Bohr­futters durchweg sehr gut.

Vorsicht bei so viel Power

Trifft der Bohrer urplötzlich zum Beispiel auf Metall und verklemmt sich, ist der Rück­schlag enorm. Wichtig ist deshalb, den zweiten Hand­griff zu nutzen, um die Wucht der Maschine im Notfall besser abfangen zu können. Im Prüf­punkt Sicherheit haben wir untersucht, wie gut dies gelingt. Ergebnis: Bei einer Maschine ließ sich der Rück­schlag mit dem vorderen Griff im ungüns­tigen Fall nur schwer abfangen. Das ist nach der geltenden Norm noch zulässig, nach neuer Norm aber nicht mehr. Die bohrende Person könnte gefähr­lich ins Straucheln geraten. Das test-Qualitäts­urteil dieser Maschine wurde daher abge­wertet.

Kraft­voll mit Kabel

Die klassische Schlagbohr­maschine mit Kabel ist keineswegs ein Auslaufmodell. Im Gegen­teil: Vor allem für viele übliche Bohr­arbeiten zu Hause ist sie prima geeignet. Das Kabel stört hier meist wenig, da Steck­dosen über­all in der Nähe sind.

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TestBohr­maschinen im Test20.02.2021
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