Tipps

So bohren Sie Holz

  • Holzbohrer. Verwenden Sie einen Holzbohrer mit langer Zentrierspitze und seitlichen Vorschneidern. Die Vorschneider ritzen die Holzfaser an. Der innen liegende Spanheber schneidet sie dann sauber heraus.
  • Große Löcher. Für Lochdurchmesser von 15 bis 50 Millimetern gibt es Forstner-, Kunst- oder Beschlaglochbohrer. Forstnerbohrer schneiden mit zwei halbkreisgroßen Umfangschneiden. Sie ritzen das Holz besonders gut ein. Kunstlochbohrer mit zylindrischen Schneidkopf arbeiten weniger präzise.
  • Schnell bohren. Bohren Sie bei höherer Drehzahl, damit das Holz nicht splittert. Aber nicht zu schnell: Heiße Bohrer verbrennen das Holz. Legen Sie eine Pause ein, wenn der Bohrer sehr warm wird.

So bohren Sie Metall

  • HSS Bohrer. Verwenden Sie einen Metallbohrer aus Hochleistungs-Schnellschneidstahl HSS. Für Edelstahl benötigen Sie einen Spezialbohrer mit Kobaltlegierung oder Titanbeschichtung. Die sind besonders teuer.
  • Ankörnen. Körnen Sie die Bohrstelle an, damit der Bohrer auf der glatten Metalloberfläche nicht abrutscht. Schlagen Sie dazu einen gehärteten Metallstift mit einem kurzen Hammerschlag auf die Bohrstelle.
  • Langsam bohren. Bohren Sie hartes Metall bei niedriger Drehzahl ohne Druck. Das schont den Bohrer. Bohren Sie weichere Metalle mit höhrerer Drehzahl.
  • Kühlen. Kühlen Sie den Bohrer bei längeren Bohrungen mit ein paar Tropfen Öl. Bohren Sie in Intervallen und legen Sie Pausen ein.

So bohren Sie Stein

  • Steinbohrer. Verwenden Sie einen Steinbohrer mit eingelöteten Hartmetallschneiden. Sie erzeugen keine Späne, sondern zermahlen das Material. Die Bohrwendel transportiert das Bohrmehl aus dem Loch.
  • Schlagbohren. Bohren Sie Ziegel oder Backstein mit der Schlagfunktion der Schlagbohrmaschine oder mit einem Bohrhammer. Beachten Sie auch die Tipps zum Bohren in Beton.

So bohren Sie Granit und Beton

  • Hammerbohren. Verwenden Sie einen Bohrhammer und spezielle SDS-Bohrer mit Einsteckschaft. SDS steht für „Steck, Dreh, Sitzt“, „Spannen durch System“ oder international: „Special Direct System“. Die Nut des Bohrers rastet im SDS-Bohrfutter der Maschine ein. SDS-Bohrer sitzen auch bei hoher Schlagenergie stabil. Sie können den Bohrer ohne Werkzeug wechseln.
  • Hörschutz. Bohrhämmer und Schlagbohrer werden richtig laut. Schonen Sie Ihre Ohren und tragen Sie Ohrstöpsel oder einen Hörschutz.
  • Kleine Löcher. Bohren Sie kleine Löcher mit hoher Drehzahl. Vorteil: Dreht sich der Bohrer schnell, führt er den Bohrstaub besser nach außen ab.
  • Große Löcher. Bohren Sie große Löcher mit eher niedriger Drehzahl. Vorteil: Die Maschine kommt besser voran. Es gibt mehr Hammerschläge pro Zentimeter zurückgelegter Strecke.

So bohren Sie Fliesen und Gipskarton

  • Steinbohrer. Verwenden Sie einen Steinbohrer wie für Stein und Beton oder einen HSS Bohrer.
  • Schlagstopp. Bohren Sie ohne Hammer und Schlag. Weiche Materialien wie Bims, Porenbeton, Gipsplatten oder Hohlziegel würden sonst ausfransen, Fliesen brechen.
  • Fliesen. Kleben Sie die Bohrstelle mit Kreppband ab. Der Bohrer hält darauf besser als auf der glatten Glasur.
  • Drehzahl. Bohren Sie Fliesen langsam an, bis Sie die Glasur durchstoßen haben. Für weiches Material wie Gipskarton gilt: hohe Drehzahl.

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