Bohr­hämmer: Die Betonknacker

Kompakte „Press­luft“hämmer. Die pneumatische Bohr­hammer­funk­tion ermöglicht zügiges Bohren in Beton und hartem Gestein – die Kraft reicht sogar für große Bohrerkaliber und Bohr­kronen. Das SDS-plus-Bohr­futter ermöglicht, dass sich die speziellen Bohrer bei jedem Schlag vor- und zurück­bewegen.

Kräftige Bohrer. Am effektivsten arbeiten Kress 800 PPE und Bosch PBH 2800 RE. Alle Maschinen eignen sich – bei abge­schalteter Rotation – auch zum Meißeln. Dabei ist ihre Leistung eher durch­schnitt­lich. Wird die Hammer­funk­tion abge­stellt, lassen sich auch Holz oder Metall durch­bohren. Da ein schneller zweiter Gang fehlt, dauert das jedoch relativ lange. Alle Bohr­hämmer verfügen über ausreichend Drehmoment, um auch dicke Schrauben zu versenken.

Bohr­maschinen Test

Je nach Bedarf. SDS-plus- und Spann­futter lassen sich wechseln (siehe Tabelle).

Gut zu hand­haben. AEG, Dewalt und Metabo liefern sowohl ein SDS-plus-Bohr­futter als auch ein Spann­futter, die sich zügig wechseln lassen. Kritik­punkte: Bosch hat ein kurzes Kabel, das den Aktions­radius begrenzt. Metabo ist etwas schwer und sper­rig. Bei AEG ist der Verschluss des SDS-plus-Bohr­futters etwas gewöhnungs­bedürftig.

Dauer­prüfung. Bosch, Dewalt und Metabo leben am längsten. Bei AEG ging nach weniger als der Hälfte der Test­zeit das Antriebs­ritzel kaputt. Bei Kress versagte es etwas später. Außerdem brach der Hammerkolben.

Schad­stoffe. Im Griff der Metabo sind erhöhte Mengen an Naph­thalin nach­weisbar. Das steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Bei Haut­kontakt kann es in den Körper gelangen.

Die Beste. Erste ist die Bosch. Wer gern mit verschiedenen Bohrern arbeitet, muss sich das Spann­futter zum Wechseln dazu­kaufen.

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