Börsenrisiken Meldung

Sichere Aktien gibt es nicht: Enttäuschende Geschäfts­zahlen ­drückten den Kurs des Computer­konzerns IBM.

Kurs­turbulenzen wie im Oktober gehören zu Aktienmärkten dazu. Gewapp­nete Anleger lassen sie einfach vorbeiziehen. Finanztest sagt, wie lang­fristig orientierte Anleger gut durch Phasen schwankender Kurse kommen.

Dax verlor vorüber­gehend 15 Prozent seines Wertes

Nach einer jahre­langen Kletter­partie sind die interna­tionalen Aktienmärkte im Oktober einge­brochen. In den USA waren die Verluste moderat, in Deutsch­land erheblich. Der deutsche Leit­index Dax 30 fiel zwischen­zeitlich bis zu 15 Prozent ­unter seinen Höchst­stand.

BASF und Adidas besonders betroffen

Noch größere ­Verluste machten manche Einzel­aktien. Der Chemieriese BASF büßte bis zu einem Viertel seines vorherigen Börsen­wertes ein. Die Adidas-Aktie, die zu Jahres­beginn noch weit über 90 Euro wert war, kostete Ende Oktober nicht einmal mehr 60 Euro.

Selbst IBM rutschte ab

Nicht so heftig, aber besonders spektakulär war der Kurs­einbruch von IBM, dem Inbegriff einer US-amerikanischen Bluechip-Aktie. Sie verlor inner­halb eines Handels­tags rund 7 Prozent. Dabei gilt IBM als besonders verläss­liche Anlage, die vor drei Jahren selbst den Star­investor Warren Buffet über­zeugte. Doch die Geschäfte liefen bei dem Computer­konzern nicht wie erwartet. Das Beispiel zeigt: Absolut sichere Einzel­aktien gibt es weder in Deutsch­land noch anderswo.

Neuemissionen in Mitleidenschaft gezogen

Die Börsenturbulenzen trafen auch Zalando und Rocket Internet – die beiden größten deutschen Neuemissionen seit langem. Die Kurse dieser Aktien fielen zunächst weit unter die Ausgabepreise. Zumindest Rocket Internet hat sich inzwischen aber wieder erholt.

Was die Finanztest-Experten raten

Die Verluste von welt­weit streuenden Aktienfonds waren moderat und für lang­fristig orientierte Anleger kein Problem. Indexfonds (ETF) auf den Börsen­index MSCI World haben zwischen­zeitliche Verluste größ­tenteils schon wieder aufgeholt. Finanztest rät weiterhin zu Aktienfonds, die welt- oder zumindest europaweit anlegen.

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