Börsen­handel Meldung

Manipulationen an der Börse werden künftig härter bekämpft.

Ab Juli gelten strengere Regeln für den Börsen­handel. Schärfere Publizitäts­pflichten für börsennotierte Unternehmen sollen Kurs­manipulationen und Insider­geschäften vorbeugen. Bei solchen Geschäften nutzen Führungs­kräfte ihren Informations­vorsprung für den Kauf von Wert­papieren ihrer Firma zum eigenen Vorteil. Verstöße werden härter bestraft. Der Gesetz­geber setzt so EU-weite Vorgaben in nationales Recht um.

Das ändert sich

  • Börsennotierte Firmen müssen nun auch Vorentscheidungen melden, die zu kurs­relevanten Entscheidungen führen.
  • Auch Manager von Unternehmen, die an der Börse im weniger von der EU regulierten Handels­segment Frei­verkehr gelistet sind, müssen künftig Geschäfte mit Aktien der eigenen Firma melden.
  • Bereits der Versuch von Insider­geschäften ist demnächst strafbar.
  • Personen drohen bei Insider­handel Bußen bis zu 5 Millionen Euro. Unternehmen und Konzerne können mit Bußen bis zu 15 Prozent des Gesamt­umsatzes eines Jahres rechnen.
  • Bei Verstößen gegen die neuen Regeln wird die Börsen­aufsicht Bafin Unternehmen oder Personen auf ihrer Internetseite mit Namen und Adresse nennen. Sie führt sie in einer Über­sicht auf und nennt Maßnahmen und Sanktionen.

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