Börsengang der Telekom Meldung

Rund 17 000 Telekom-Aktionäre, die sich an einer Musterklage beteiligt haben, können weiter auf Schaden­ersatz hoffen. Nach einer Entscheidung des Bundes­gerichts­hofs war der Verkaufs­prospekt des dritten Telekom-Börsengangs im Jahr 2000 inhalt­lich fehler­haft (Az. XI ZB 12/12). Damals hatte die Telekom neue Anteile zu 66,50 Euro pro Stück ausgegeben. Der Kurs der Aktie brach danach dramatisch ein. Im Jahr 2002 notierte sie zeit­weise nur noch wenig über 8 Euro.

Aussicht auf Schaden­ersatz haben aber nur Anleger, die sich am aktuellen Prozess beteiligt haben, für alle anderen sind etwaige Ansprüche verjährt. Das Besondere an dem Rechts­streit: Er wird nach dem Kapital­anleger-Muster­verfahrens­gesetz (KapMuG) geführt. Dieses wurde wegen der Klagewelle gegen die Telekom verabschiedet und ermöglichte die Musterklage. Nun muss das Ober­landes­gericht Frank­furt klären, ob die Telekom am Prospekt­fehler Schuld hat.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.