Börsen Meldung

Die Berliner Börse ermöglicht Aktionären über das Internet (www.berlinerboerse.de) den Blick ins Orderbuch. Dort sind Kauf- und Verkaufsaufträge aufgeführt. Noch bevor sie sich zum Handel entschließen, können sich Anleger informieren, welche Preise für die gewünschte Aktie bezahlt werden und sich auf diese Weise einen Überblick über die Marktlage verschaffen. Nützlich ist das insbesondere dann, wenn jemand seine Aufträge limitieren will.

Außer den Kauf- und Verkaufsaufträgen von anderen Aktionären sieht der Anleger, welche Preise der zuständige Makler für gerechtfertigt hält: Der stellt nämlich verbindliche Angebote ins Netz, die Quotes. Anleger, die einen Wert zum angebotenen Preis kaufen oder verkaufen wollen, können sich direkt zum Onlinebroker klicken. Gelangt die Order sofort an die Börse, rechnet der Makler sie zum angebotenen Preis ab.

Mit verbindlichen Angeboten wird auch Quotrix (www.quotrix.de) funktionieren, ein Handelssystem, das die Düsseldorfer Börse Ende Juni freischalten will. Nicht die Aufträge der Kunden, sondern ausschließlich die Angebote der Market Maker, wörtlich: Marktmacher, bestimmen die Preise. Anleger, die Aktien handeln wollen, müssen sich nicht überlegen, ob und wie sie ihre Orders limitieren sollen. Stattdessen holen sie sich die Angebote der Market Maker ein und prüfen, ob ihnen die Offerten zusagen. Anders als in Berlin klickt sich der Anleger zuerst bei seinem Onlinebroker ein und handelt dann.

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