Behandlungsziele: Wichtige Werte

Das Hormon Insulin aus der Bauchspeicheldrüse schleust Zucker aus der Nahrung in Muskel- und Fettzellen und senkt den Blutzuckerspiegel nach dem Essen auf Normalmaß. Der Blutzucker des Gesunden liegt nüchtern im kapillären Vollblut unter 100 Milligramm pro Deziliter (mg/dl), nach dem Essen unter 140. Alle Werte darüber zeigen Entgleisungen des Zuckerstoffwechsels. Bei über 160–180 mg/dl wird meist die Nierenschwelle überschritten: Im Harn ist dann Zucker nachweisbar.

  • Bei Diabetikern sollten die Blutzuckerwerte im kapillärem Vollblut so aussehen: Nüchtern 90 bis 120 mg/dl oder 5,0 bis 6,7 mmol/l. Nach dem Essen: 130 bis 160 mg/dl oder 7,3 bis 8,9 mmol/l. Vor dem Schlafen: 110 bis 140 mg/dl oder 6,2 bis 7,8 mmol/l.
  • Bis auf drei können alle getesteten Geräte von mg/dl auf mmol/l (Millimol pro Liter) umgestellt werden. Wer umrechnen will, macht das so: mg/dl x 0,056 = mmol/l oder mmol/l x 18,02 = mg/dl.
  • Bei Vergleichsmessungen mit dem Labor können durch verschiedene Ursachen Differenzen auftreten.

Diabetes wird häufig zu spät entdeckt, oft werden die Risiken der Zuckerkrankheit unterschätzt. Deshalb

  • bei Vorsorgeuntersuchungen immer auch den Blutzucker messen lassen.
  • Kontrolluntersuchungen beachten: vierteljährliche Messung des HbA1c-Wertes; er ist die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 2 bis 3 Monate, das „Blutzuckergedächtnis“. Der Wert sollte bei etwa 7 Prozent liegen, möglichst unter 6,5 Prozent.

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