Richtig messen: Ohne Schulung geht es nicht

Um richtig messen zu lernen, ist für Diabetiker immer eine Schulung erforderlich. Gruppenschulungen am Beginn müssen durch individuelles Anlernen ergänzt werden. Ärzte und Institutionen geben Auskunft. Auffrischschulungen sollten zwei bis drei Mal erfolgen, jeweils etwa nach einem Monat. Es geht nicht nur um richtiges Messen: Die Insulindosen und die Ernährung müssen angepasst werden.

Der Messvorgang: Vor Blutentnahme Finger mit warmem Wasser waschen, um die Durchblutung zu fördern. So werden Fehlerquellen bei der Blutzuckerbestimmung vermieden wie durch Zuckerreste oder Fettcreme an den Fingerkuppen. Häufige Messfehler:

  • Nichtbeachten der Kodierung bei neuen Teststreifenpackungen.
  • Starkes Pressen des Fingers (Herauspressen von Gewebeflüssigkeit).
  • Feucht gewordene Teststreifen.
  • Beeinträchtigungen durch Medikamente.
  • Stark erhöhte Blutfettwerte.
  • Temperaturgrenzen: 15 bis 35 Grad Celsius.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit (z. B. im Badezimmer).

Messen Sie im Skiurlaub im Hotel, im Sommer in klimatisierten Räumen. Lassen Sie das Set nicht im Auto liegen. Im Winter nah am Körper messen.

Das harnvergiftete (urämische) Blut von Nierenkranken verfälscht Messungen. Für diese Patienten liefert das Labor zuverlässige Werte.

Laborgeräte müssen vier Mal im Jahr mit Kontrolllösungen neu geeicht werden. Für den Hausgebrauch geben die Hersteller unterschiedliche Empfehlungen. Beachten Sie die Bedienungsanleitung. Ein Hersteller (Braun) empfiehlt mindestens einmal pro Woche einen Kontrolltest mit der relativ teuren Glukose-Testlösung, andere jeden Monat oder mit Beginn einer neuen Teststreifenpackung.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3544 Nutzer finden das hilfreich.