Drei Arten der Blutspende: Von Voll­blut über Plätt­chen bis Plasma

Blutspende Special

Blutspende-Pass. Die Zahl der Spender ist in den vergangenen zwei Jahren um bis zu 20 Prozent zurück­gegangen.

Blut ist nicht gleich Blut. Wer spenden will, kann auch nur bestimmte Bestand­teile seines Lebens­saftes für das Wohl anderer abgeben.

Voll­blut

Die klassische Blutspende. Weiterge­geben wird sie nicht als Voll­blut, sondern als Konzentrat von Erythrozyten. Das sind die roten Blutkörperchen, die Sauer­stoff und Kohlen­stoff­dioxid trans­portieren. Sie werden aus dem Blut extrahiert, wie Blutplätt­chen und Plasma. Die Spende dauert zehn Minuten, ein halber Liter wird aus der Armvene entnommen. Männer dürfen bis zu sechs Mal im Jahr Blut spenden, Frauen bis zu vier Mal. Gekühlt und in Nähr­flüssig­keit hält sich das Konzentrat bis zu 42 Tage.

Blutplätt­chen

Die Thrombozyten verschließen Wunden: Sie verklumpen durch akti­vierte Gerinnungs­faktoren, dichten so die Verletzung ab. Vor allem Menschen, deren Blut­gerinnung gestört ist, etwa durch Chemo­therapie, benötigen sie. Gewonnen werden sie via Voll­blutspende oder – separat – über Apherese. Dabei wird Blut aus der Armvene in eine Maschine mit sterilem Schlauch­system geleitet, Gerinnungs­hemmer beigefügt. Die Plätt­chen werden via Zentrifuge vom restlichen Blut separiert; das wird wieder dem Blut­kreis­lauf zugeführt. Die Leber baut die Gerinnungs­hemmer rasch ab. Die Spende dauert eine bis eineinhalb Stunden, ist alle 14 Tage möglich. Ob man geeignet ist, wird vorher über­prüft.

Blutplasma

Der flüssige Bestand­teil des Blutes, in dem Zellen wie die roten und weißen Blutkörperchen schwimmen. Er besteht vor allem aus Wasser plus Fetten, Eiweißen, Zucker, Mineralstoffen, Gasen und Hormonen. Plasma benötigen vor allem Menschen mit Verbrennungen sowie Arznei­mittel­hersteller. Es wird aus Voll­blut gewonnen, vor allem aber durch Aphesere. Die Spende dauert 30 bis 60 Minuten. Ein Gerät trennt rund 600 bis 750 Milliliter Plasma ab und leitet alle anderen Blut­bestand­teile wieder zurück in den Kreis­lauf, oft mit Kochsalzlösung, um den Flüssig­keits­verlust auszugleichen. Der Mindest­abstand zwischen zwei Spenden beträgt eine Woche. Im Jahr dürfen maximal 25 Liter Plasma gespendet werden. Wer Plasma oder Thrombozyten spenden will, muss einmal vorher Voll­blut gespendet haben.

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