Blut­hoch­druck Welt­hyper­tonie-Tag: Natürlich gegen­steuern

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„Gesunder Lebens­stil, gesunder Blut­druck“ – der heutige Welt­hyper­tonie-Tag 2012 ruft jeden dazu auf, selbst gegen die Volks­krankheit Blut­hoch­druck vorzugehen. Es gibt viele Möglich­keiten, einen zu hohen Blut­druck natürlich zu senken. test.de informiert, wie das geht und wann Medikamente gegen Blut­hoch­druck nötig sind.

Inhalt

Jeder fünfte Bundes­bürger hat Blut­hoch­druck

Diagnose Blut­hoch­druck – fast 18 Millionen Menschen in Deutsch­land haben sie von ihrem Arzt bekommen. Die Deutsche Hoch­druck­liga schätzt, dass viele weitere Millionen Bundes­bürger von ihrer Erkrankung nichts wissen. Im Anfangs­stadium lässt sich Blut­hoch­druck nämlich oft nicht wahr­nehmen. Nur ein plötzlicher Anstieg des Blut­drucks auf sehr hohe Werte kann sich bemerk­bar machen, und zwar durch Kopf­schmerzen, Sehstörungen, Unwohl­sein und Übel­keit. Blut­hoch­druck ist lebens­gefähr­lich: Er kann zu Schlag­anfällen, Herz­infarkten und anderen Krankheiten führen. Am 17. Mai, dem Welt-Hyper­tonie-Tag, will die Deutsche Hoch­druck­liga mit bundes­weiten Aktionen auf natürliche Maßnahmen gegen Blut­hoch­druck hinweisen.

Das passiert im Körper

Beim Blut­hoch­druck – fach­sprach­lich auch Hyper­tonie genannt – handelt es sich um eine Erkrankung des Gefäß­systems, bei der das Zusammen­spiel von Boten­stoffen, Organen, Blutgefäßen und Nerven­system gestört ist. Die genauen Ursachen sind noch uner­forscht. Bei 90 Prozent der Hyper­toniker liegen keine organischen Ursachen vor, die Anfäl­ligkeit kann aber erblich bedingt sein. Sicher ist: Mit dem Alter steigt das Risiko für Blut­hoch­druck, wobei auch einige Jüngere betroffen sind.

Ab 140 zu 90 beginnt der Blut­hoch­druck

Blut­hoch­druck bedeutet, dass die Blut­druck­werte dauer­haft hoch sind. Blut­druck­werte zeigen, wie stark das Herz sich anstrengen muss, um das Blut gegen Widerstand durch den Kreis­lauf zu pumpen. Die Blut­druck­höhe wird in mmHg (Milli­meter Queck­silber­säule) angegeben – früher zeigte nämlich Queck­silber (griechisch Hydragyrum) die Werte an. Ein einzelner Blut­druck­wert ist nur eine Moment­aufnahme. Wenn Blut­druck­werte unter gleichen Rahmenbedingungen an mehreren Tagen erhöht sind, sollten Betroffene unbe­dingt mit ihrem Haus­arzt sprechen. Zur Orientierung: Ein leichter Blut­hoch­druck beginnt ab einem Wert von 140 / 90 und endet bei 159 / 99 mmHg. Von mittel­schwerem Blut­hoch­druck sprechen Ärzte bei einem Blut­druck zwischen 160 / 100 und 179 / 109 mmHg. Noch höheren Blut­druck stufen die Ärzte als schwer ein. Wer seinen Blut­druck regel­mäßig selbst kontrollieren möchte findet geeignete Geräte im Test Blutdruckmessgeräte. Auch mit Apps für's Smartphone lässt sich der Blut­druck bestimmen: Medizintechnik für iPhone und Co.

Die bisherige Lebens­weise umkrempeln

Führende Hyper­tonie-Forscher sind sich einig, dass Überge­wicht, zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Alkohol, Tabak und auch Stress den Blut­druck dauer­haft in die Höhe treiben können. Es lohnt sich also für jeden, die bisherige Lebens­weise zu über­denken und gegebenenfalls nach und nach umzu­krempeln. So kann zum Beispiel eine salzarme Kost helfen, eine leichte Hyper­tonie auf normale Werte zu senken Tipps.

Wann Medikamente nötig sind

Manchmal ist es unumgäng­lich, den Blut­druck mit geeigneten Medikamenten zu behandeln. Sie ermöglichen es Betroffenen, ein ganz normales Leben zu führen und können verhindern, dass die Krankheit weiter fort­schreitet. Die Auswahl der Medikamente richtet sich nach der Blut­druck­höhe, dem Alter und den Begleit­erkrankungen. So muss ein hoher Blut­druck behandelt werden, wenn er dauer­haft im Tages­durch­schnitt bei 140 / 90 mmHg liegt und nicht-medikamentöse Maßnahmen versagt haben. Ein Blut­druck ab Tages­durch­schnitts­werten von 130 / 80 mmHg muss dann konsequent medikamentös gesenkt werden, wenn gleich­zeitig ein Diabetes oder eine chro­nische Nieren­erkrankung besteht. Das gilt vor allem dann, wenn die Nieren viel Eiweiß ausscheiden. Es ist wichtig, dass Betroffene ihre Blut­hoch­druck­senker regel­mäßig einnehmen und nicht ohne Rück­sprache mit dem Arzt die Dosis herab­setzen. Gefähr­liche Blut­hoch­druck­schwankungen könnten die Folge sein. Wie alle Medikamente können auch Blut­hoch­druck­senker zu Neben­wirkungen führen, zum Beispiel zu Schwindel, Allergien, Husten oder Magen-Darm-Beschwerden. Trotzdem über­wiegt der Nutzen der Medikamente die Risiken bei weitem. Die Daten­bank Medikamente im Test der Stiftung Warentest bringt allgemeine Infos und Medikamentenbe­wertungen zum Thema Hoher Blutdruck.

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Gelöschter Nutzer am 27.08.2013 um 16:56 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht.

Gelöschter Nutzer am 27.08.2013 um 16:56 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Gelöschter Nutzer am 27.08.2013 um 16:54 Uhr

Kommentar vom Autor gelöscht.

Bettina212 am 21.05.2012 um 20:51 Uhr
Bettina1966

Ich habe seit 4 Jahren zu hohen Blutdruck,nehme Tabletten vom Kardiologen verschrieben,aber mein Puls geht nicht runter.Den Blutdruck zu senken,habe ich mich Schlau gemacht und Erfahren das Grüner Tee den Blutdruck senken soll und so ist es.Es hilft wirklich 2 Tassen grüner Tee am Tag wirkt wunder-ein Problem bleibt der Puls senkt sich nicht.
Gehe im Juli zum Kardiologen mal sehen was er sagt.