An Oberarm und Handgelenk: So messen Sie richtig

Blutdruckmessgeräte Test

Handgelenkmessung: Ganz in Ruhe, das Blutdruckmessgerät auf Herzhöhe halten. Omron Genius zum Beispiel startet erst in richtiger Position.

Die Fehleranfälligkeit beim Messen am Oberarm ist geringer als am Handgelenk: Am Tisch sind Manschetten in Herzhöhe.

Warum messen?

Blutdruckmessgeräte Test

Messen am Oberarm ist wegen richtiger Herzhöhe fehlerfreier.

Jeder sollte seinen Blutdruck kennen: Ist er zu hoch oder grenzwertig, muss er behandelt und kontrolliert werden. Sich selbst regelmäßig den Blutdruck zu messen, ergänzt die Arztmessung mit zahlreichen Messwerten an verschiedenen Tagen.

Die so gewonnenen Werte entsprechen dem Blutdruck im täglichen Leben. Er schnellt bei vielen Patienten nach oben, wenn der Arzt naht („Weißkittelef­fekt“). Vorteile: Mit vielen genauen Werten ist eine zuverlässige Therapieüberwachung möglich. Arzt und Patient können deren Erfolg ablesen, ob zum Beispiel Medikamente „greifen“.

Wie oft messen?

Vor Therapiebeginn oder bei unbefriedigender Einstellung während der Therapie den Blutdruck täglich messen. Bei stabilen und normalen Werten unter Therapie genügen an einem Tag pro Woche je zwei Messungen, am Abend und am Morgen vor der Medikamenteneinnahme.

Wo messen?

Bei Erstuntersuchung rechts und links messen. Bei Abweichungen um mehr als 10 mm Hg stets am Arm mit dem höheren Wert messen. Messen am Handgelenk ist bei Adernverkalkung ungenau. Differenzen von mehr als 20/10 mm Hg muss der Arzt abklären.

Für das möglichst genaue Messergebnis bei Handgelenk- und bei den Oberarmgeräten vor dem Messen zwei bis drei Minuten Ruhe einhalten!

Oberarmgeräte: Unterarme entspannt auf Tischplatte legen. Luft­leere Manschette etwa 2,5 Zentimeter oberhalb der Ellenbeuge fest anlegen.

Handgelenkgeräte: Manschette anlegen und in Herzhöhe halten, der Daumen sollte auf dem gegenseitigen Schlüsselbein liegen – zehn Zentimeter Abweichung des Arms nach unten können zum Beispiel systolisch schon etwa 7 mm Hg höhere Messwerte bewirken.

Wann messen?

Am Morgen zwischen 6 und 9, am Abend zwischen 18 und 21 Uhr vor der Mahlzeit und vor der Einnahme von Medikamenten.

Wie auswerten?

  • Entscheidend ist der Mittelwert aus mindestens sieben bis zehn Messungen – das Ergebnis etwa einer Messwoche.
  • Der kritische Schwellenwert für die Messung beim Hausarzt liegt bei Blutdruckwerten über 140/90 mm Hg, andauernd und im Ruhezustand. Dann wird eine Behandlung des erhöhten Blutdrucks nötig.
  • Bluthochdruckkranke (Hypertoniker) sollten 135/85 mm Hg als obere Grenze für die Selbstmessung ansehen. Hintergrund: Hochdruckpatienten messen im Mittel etwas niedrigere Werte als der Arzt (siehe auch www.hochdruckliga.de).

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