Tipp: Selber düngen, selber mischen

Selber düngen: Die Blumenerden sind zum Teil nur sehr schwach gedüngt. Der „Nährstoffhunger“ der Pflanzen ist unterschiedlich. Als Faustregel für die meisten Zimmer- und Balkonpflanzen gilt: Nach vier bis sechs Wochen sollten Sie nachdüngen (Erden mit „Langzeitdünger“ nach spätestens drei Monaten). Bei untypischen Blattaufhellungen oder Kümmerwuchs auch schon früher.

Auf Stickstoff achten: Den Blumenerden mangelt es oft an Stickstoff. Fragen Sie im Fachhandel gezielt nach stickstoffbetonten Düngern oder Hornmehl, Kalksalpeter oder Kalkammonsalpeter. Gartenbücher informieren darüber, welche Nährstoffansprüche die einzelnen Pflanzen haben.

Langzeitdünger: Wählen Sie Düngemittel, die erst im Laufe der Zeit freigesetzt und nicht schnell ausgewaschen werden. Zum Beispiel umhüllte Depotdünger. Auch die Gefahr der Überdüngung ist hier geringer.

Organische Dünger: Hornmehl und -späne sind bewährte organische Stickstoffquellen (100 Gramm enthalten 10 bis 14 Gramm Stickstoff). Je nachdem, wie grob die Späne sind, wird der Stickstoff innerhalb von etwa sechs Wochen freigesetzt.

Nicht überdüngen: Handeln Sie nicht nach dem Motto „Viel hilft viel“. Zum Beispiel kann ein Zuviel an Stickstoff Blattverbrennungen und -verfärbungen verursachen.

Kompost nutzen: Eigener Kompost (je nach Bedarf mit Stickstoff aufgedüngt) kann die Qualität des Gartenbodens sehr verbessern und den Zukauf von Blumenerde ersparen.

Blumenerde selber machen: Für Balkonkästen und Töpfe sollten Sie eigenen Kompost (ausgereift, älter als ein Jahr, gut gesiebt) nutzen und mixen. Zum Beispiel mit ungedüngtem Kokosmaterial. Für weniger nährstoffbedürftige oder kalkunverträgliche Pflanzen im Verhältnis 1:4, für nährstoffbedürftige maximal 1:1 (zusätzlich 1 bis 3 Gramm Horndünger pro Liter).

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