Bluetooth-Kopf­hörer im Test

Den richtigen Kopf­hörer finden

23.02.2021
Bluetooth-Kopf­hörer im Test - Die besten kabellosen Kopf­hörer
Guter Klang für großen Hörgenuss – auch kleine Kopf­hörer können im Klang über­zeugen. © Stiftung Warentest / Hendrik Rauch

Sie wollen einen neuen Bluetooth-Kopf­hörer kaufen? Dann über­legen Sie sich vorher genau, wo und wie Sie ihn nutzen werden. Unsere Schwer­punkte helfen, den richtigen Bluetooth-Kopf­hörer in unserem Kopfhörer-Test zu finden. Auch wissens­wert: Funk­technik, Pass­form, Schad­stoffe – klären Sie einige Details vorab, damit Sie anschließend Hörfreude pur erleben. Prüfen Sie zum Beispiel die ideale Pass­form von In-Ear-Modellen und schauen Sie sich die Schad­stoff­belastung der Kopf­hörer in unseren Kopfhörer-Tests an. Technikbegriffe erklären wir im Glossar Bluetooth-Kopfhörer.

Bluetooth-Kopf­hörer im Test Testergebnisse für 182 Bluetooth-Kopf­hörer

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Inhalt

Wenn der Klang alles ist

Drahtlose Über­tragung bedeutet nicht schlechterer Klang. Mancher HiFi-Fan meint, der Klang von Bluetooth-Kopf­hörern kann mit dem eines kabel­gebundenen Kopf­hörers nicht mithalten, da die Funk­technik Bluetooth Musik komprimiert. In der Praxis klingen die geprüften Kopf­hörer über Bluetooth jedoch nicht schlechter als über ein Audio­kabel – das zeigen unsere Tests. Die Klangqualität leidet eher unter schlecht sitzenden Kopf­hörern. Und: Nicht alle Kopf­hörer klingen gleich gut bei Musik und Sprache, wir prüfen deshalb nicht nur verschiedene Musikstile wie Orchester- und Rock-Musik, sondern auch den Klang von Hörspielen. Nach dem Frei­schalten der Daten­bank finden Sie die von der Stiftung Warentest geprüften Klangsieger. Sie haben weitere Fragen? Wir haben zum Thema Bluetooth-Kopf­hörer auch ein Glossar.

Alle Bügelkopfhörer im Test
Alle In-Ear-Kopfhörer im Test
Alle Noise-Cancelling-Kopfhörer im Test

Wenn es praktisch sein soll für unterwegs

Unterwegs muss man Prioritäten setzen. Ist das Motto „Haupt­sache federleicht und platz­sparend“, sind kleine In-Ear-Kopf­hörer die erste Wahl. Sie passen in die Hosentasche, bieten meist aber eine kürzere Akku­lauf­zeit als die großen Bügel­kopf­hörer. Zum Vergleich: Im Test lagen die Akku­lauf­zeiten von In-Ear-Kopf­hörern oft um die 4 bis 9 Stunden. Bei den Bügel­kopf­hörern haben wir bis zu 89 Stunden Lauf­zeit gemessen. Bei leerem Akku sind die großen Modelle zusätzlich im Vorteil, fast alle spielen Musik auch über ein mitgeliefertes Kabel. Das gilt für In-Ohr-Kopf­hörer nicht. Wer keine Abstriche bei der Akku­lauf­zeit machen möchte, wählt für unterwegs einen leichten, klapp­baren On-Ear-Kopf­hörer. Nach dem Frei­schalten der Kopfhörer-Tests können Sie Kopf­hörer mit langer Akku­lauf­zeit heraus­filtern.

Wenn der Kopf­hörer beim Sport zum Einsatz kommt

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Kopf­hörer beim Sport. Da sollte nichts ruckeln oder gar heraus­fallen. © Andreas Labes

Funk­kopf­hörer ohne lästiges Kabel eignen sich perfekt für den Sport. Erste Wahl sind kleine In-Ear-Kopf­hörer, große Bügel­kopf­hörer verrutschen bei Action schnell und die Ohren schwitzen unter ihren dicken Pols­tern. Für Sportler gibt es spezielle In-Ear-Modelle mit ausgeklügelten Befestigungs­elementen wie Hinterohr­bügeln oder Kunst­stoff­haken für die Ohrmuschel­windungen. Denn die kleinen Ohrhörer dürfen selbst bei starken Bewegungen nicht heraus­fallen. Achten Sie in der Test-Tabelle Kopfhörer unter dem Punkt „Trage­komfort und Hand­habung“ auf unser Urteil „Trage­komfort bei Bewegung“. Außerdem prüfen wir, wie leicht sich die Ohr­stöpsel reinigen lassen, schließ­lich vergießen ambitionierte Sportler beim Training mehr als einen Tropfen Schweiß.

Wenn der Kopf­hörer besonders günstig sein soll

In den Kopfhörer-Tests befinden sich derzeit sowohl güns­tige als auch teure Bluetooth-Kopf­hörer. Die Preisspanne reicht von etwa 30 bis 400 Euro. Am meisten kosten geräuschreduzierende Kopfhörer. Tatsäch­lich schneiden teure Geräte im Test häufig besser ab. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wenige gute Bluetooth-Kopf­hörer gibt es schon für um die 40 Euro.

So funk­tioniert die Bluetooth-Technik

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Erst­mal koppeln. Vor dem Hören müssen sich Kopf­hörer und Zuspieler - etwa das Handy – verbinden. © Stiftung Warentest

Über den Kurz­stre­cken-Funk Bluetooth lassen sich Geräte mit der entsprechenden Technik vernetzen. Nach erst­maligem Koppeln von Kopf­hörer und Musikspieler verbinden sich beide auto­matisch – wenn zwischen­durch kein anderes Gerät gekoppelt wurde. In der Regel klappt das reibungs­los, in manchen Fällen treten aber auch Verbindungs­probleme auf. Hier lesen Sie, wie Sie Bluetooth zum Laufen bringen, wenn es hakt.

Per Handy oder Berührung steuern

Die meisten Kopf­hörer lassen sich über den Abspieler steuern – etwa übers Handy. Bei einigen Modellen sind die Außen­seiten der Ohrhörer aber auch berührungs­empfindlich. Durch tippen oder wischen lassen sich Steuerbefehle wie lauter/leiser auslösen oder die Frei­sprech­einrichtung für Telefonate über das verbundene Smartphone akti­vieren.

Mehr Funk­tionen via App

Für viele Bluetooth-Kopf­hörer gibt es eine Bedien-App. Damit lässt sich der Klang individuell anpassen (Equalizer) oder die Geräusch­unterdrückung justieren. Etliche dieser Apps senden aber unnötig Daten, etwa Benut­zungs­statistiken an Facebook. Wer das nicht mag, verzichtet einfach auf die App.

Finden Sie Ihren Ohrtyp heraus

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Damit alles passt. In-Ear-Kopf­hörern liegen meist wechsel­bare Stöpsel in verschiedenen Größen bei. © Stiftung Warentest

Den passenden In-Ear-Kopf­hörer zu finden, ist nicht einfach – denn jedes Ohr ist anders. Die Größe der Gehörgänge und Ohrmuscheln entscheidet darüber, wie gut ein Kopf­hörer sitzt. Deshalb ist es hilf­reich, vor dem Kauf eines In-Ear-Kopf­hörers zu wissen, welcher Ohrtyp Sie sind:

Testen Sie Ihren Gehörgang

Wie groß Ihre Gehörgänge sind, können Sie mit In-Ear-Kopf­hörern prüfen, die Sie bereits besitzen – etwa die mitgelieferten Kopf­hörer Ihres Handys. Tragen Sie sie länger als nur ein paar Minuten, erst dann lässt sich einschätzen, ob sie passen, leicht heraus­fallen oder drücken. Prüfen Sie beide Gehörgänge, manchmal sind sie unterschiedlich groß. Sitzen die In-Ear-Kopf­hörer zu locker, haben Sie einen großen Gehörgang. Wenn sie drücken, ist er klein. Nutzer mit kleinen Gehörgängen entscheiden sich für Kopf­hörer mit kleinen Ohrhörerkapseln, zu denen der Anbieter möglichst kleine Ohradapter beigelegt hat. Wer große Gehörgänge hat, nimmt ein Modell, das Ohradapter Größe XL bietet. Teils steht das auf der Packung.

Testen Sie den Wohl­fühl-Faktor

Der Klang oder auch die Wirkung der aktiven Geräusch­unterdrückung hängen entscheidend vom festen Sitz der Ohranpass­stücke im Gehörgang ab. Ob Sie sich mit dem permanenten Druck im Ohr anfreunden können, zeigen schon simple Ohrs­töpsel, Stich­wort Ohropax. Stecken Sie sie probeweise für eine halbe Stunde oder länger ins Ohr. Dann wissen Sie, ob Sie ein In-Ohr-Typ sind oder doch besser zum Bügel­kopf­hörer greifen.

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Heikel: Kopf­hörer im Straßenverkehr

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Fetter-Sound auch auf der Straße. Das Nutzen von Kopf­hörern im Straßenverkehr ist riskant. © Andreas Labes

Kopf­hörer im Straßenverkehr sind nicht verboten, Nutzer sollten aber dafür sorgen, dass sie Umge­bungs­geräusche wahr­nehmen. Wer das Martins­horn eines Polizei­autos über­hört, riskiert zehn Euro Strafe. Bei einem Unfall müssen Polizei und Staats­anwalt­schaft vor Gericht nach­weisen, dass der Kopf­hörer die Unfall­ursache war. Aber Achtung, Versicherer warnen: Wer mit Kopf­hörer Opfer eines Unfalls wird, muss sich vor Gericht möglicher­weise Mitschuld anrechnen lassen und verliert zumindest teil­weise Ansprüche auf Schmerzens­geld oder Schaden­ersatz.

Gefähr­liche Schad­stoffe

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Aufgeschnitten. Zum Test-Prozedere gehört auch ein Test auf Schad­stoffe. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Die Ohrs­töpsel, Ohr- und Kopf­polster der Kopf­hörer haben direkten Kontakt mit unserer Haut, deshalb ist es wichtig, dass sie keine gesund­heits­schädlichen Stoffe enthalten. Wir schneiden Proben aus den betreffenden Partien heraus und testen sie auf Schad­stoffe. Über Weichmacheröle und Ruß können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Kunststoffe gelangen. In den letzten Jahren fanden wir sie vereinzelt, beispiels­weise in einem geräusch­reduzierenden Kopf­hörer. Er enthielt die krebs­er­regenden PAK Benzo(a)anthracen und Chrysen. Von beiden fanden wir deutlich mehr, als die Europäische Chemikalien­ver­ordnung in Produkten mit Haut­kontakt erlaubt. Oben­drein wiesen wir bei diesem Kopf­hörer die gesund­heits­schädlichen Substanzen Phen­anthren und Pyren nach, deren Konzentration ober­halb der Grenz­werte für das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“) lag. Die Ergeb­nisse zu den Schad­stoff­tests finden Sie in den Kopfhörer-Tests unter dem Urteil „Schad­stoffe“.

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