Bluetooth-Kopf­hörer im Test Test

Zuletzt getestet: Bluetooth-Kopf­hörer mit Bügel. Sie funk­tionieren über­all und konkurrieren mit kleinen In-Ohr-Modellen (ebenfalls im Test).

Bluetooth-Kopf­hörer sind komfortabel. Der Kopf­hörer-Test der Stiftung Warentest zeigt die besten Funk­kopf­hörer zum Musik hören, Telefonieren, für Hörbücher und zum Fernsehen. Im Test: 73 Bluetooth-Kopf­hörer aller Klassen – von großen Bügel­kopf­hörern bis zu kleinen Ohrs­töpsel. In-Ear-Kopf­hörer und Earbuds ganz ohne Kabel (true wireless), Wireless-Ohrhörer mit einem Kabel zwischen beiden Hörern und Bluetooth-Kopf­hörer mit großem Bügel und Polster, die auf dem Kopf sitzen.

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TestBluetooth-Kopf­hörer im Test11.05.2019
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Bluetooth-Kopf­hörer: In-Ear, On-Ear und Over-Ear

Alle Bluetooth-Kopf­hörer funk­tionieren per Funk ohne Kabel. Sie verbinden sich drahtlos mit jeder geeigneten Quelle, egal ob Smartphone, Tablet, Fernseher, Notebook oder HiFi-Anlage – es muss nur Bluetooth drin stecken. In der Klangqualität sind die Bluetooth-Kopf­hörer mit kabel­gebundenen Kopf­hörern vergleich­bar. Große ohrumschließende Bügel­kopf­hörer mit Polster sind besonders komfortabel (Over-Ear), klapp­bare Bügel­kopf­hörer, die auf dem Ohr sitzen, sind etwas leichter (On-Ear). Und besonders klein sind Ohrhörer, die mit Pass­stück im Gehörgang sitzen (In-Ear) oder sich in die Ohrmuschel einhängen lassen (Earbuds). Wer sich richtig stark abschirmen möchte, wählt einen Kopf­hörer ohne Kabel aber mit aktiver Geräusch­dämpfung, der Außen­geräusche wegfiltert.

Das bieten die Bluetooth-Kopf­hörer-Tests der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Unsere Tabellen zeigen Bewertungen für 73 Bluetooth-Kopf­hörer im Test. Zuletzt getestet: Bügel­kopf­hörer (Tabelle 05/2019). Tests von kleinen Kopf­hörern zum Ins-Ohr-Stecken finden Sie in der Tabelle 11/2018. Darunter sind neun komplett kabellose Kopf­hörer (True-Wireless-Kopf­hörer), 20 mit aktiver Geräusch­reduktion (Noise-Cancelling-Kopf­hörer) und 14 Sport­kopf­hörer – also Modelle mit Spritz­wasser- und Staub­schutz. Schließ­lich bieten wir auch Test­ergeb­nisse für 20 Kopf­hörer mit aktiver Geräusch­unterdrückung (darunter zwei In-Ear-Modelle) in der Tabelle 5/2018.

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Kopf­hörer ohne Kabel – die drei Produkt­typen im Über­blick

Bluetooth-Kopf­hörer im Test Test

Von links nach rechts: ein ohrumschließender Kopf­hörer, ein ohraufliegendes Modell und ein In-Ear-Kopf­hörer.

In-Ear-Kopf­hörer – klein und unauffäl­lig

Funk­kopf­hörer, die direkt im Gehörgang stecken, sind praktisch beim Sport – voraus­gesetzt, sie passen perfekt. Deshalb vor dem Kauf unbe­dingt anpro­bieren und darauf achten, dass unterschiedlich große Ohrpass­stücke zur Anpassung mitgeliefert werden. Unser Test 11/2018 zeigt die besten Modelle. Darunter die Airpods von Apple sowie True-Wireless- und Wireless-Head­phones von Bose, Beats by Dr. Dre, Bang & Olufsen, Samsung, Senn­heiser, Sony und Mediamarkt Saturn. Nicht alle sind zum Sport geeignet.

On-Ear- und Over-Ear-Kopf­hörer – komfortabel

Große Bluetooth-Kopf­hörer mit Bügel vereinen kabellose Freiheit mit gepols­tertem Komfort. Der Kopf­hörer umschließt das Ohr (Over-Ear) oder liegt mit seinem Polster auf dem Ohr auf (On-Ear). Solange der Kopf­hörer nicht drückt ist das besonders bequem. Vor allem die ohraufliegenden Modelle machen das Ohr auf die Dauer oft warm. Das nicht ist jeder­manns Sache. Sitzt der Bügel­kopf­hörer bequem, ist er dagegen ideal zum Schwelgen: sein Träger versinkt in seiner Welt aus Klang. Einige Bügel­kopf­hörer sind auch zum Sport geeignet. Und der Skull­candy Crusher kann Bässe sogar fühl­bar machen.

Bluetooth-Kopf­hörer mit Geräusch­reduzierung

Bluetooth-Kopf­hörer mit aktiver Geräusch­reduzierung filtern Außen­geräusche auf Wunsch einfach weg. Das versetzt seinen Träger in eine Welt aus Klang oder – ohne Musik – in wohl­tuende Stille. Unser Test 5/2018 zeigt, welche Kopf­hörer das am besten und am preis­wertesten können.

Tipp: Noch mehr Details zu den Kopf­hörer­typen und eine Auswahl­hilfe bietet der Unter­artikel Bluetooth-Kopfhörer – Bauformen und Technik.

Bluetooth-Kopf­hörer – der Ton ist Geschmack­sache

Viele im Ton gut bewertete kabellose Kopf­hörer im Test spielen ausgewogen – mit kräftigem und sauberem Bass, guter Stimm­wieder­gabe und brillanten Höhen. Weder drahtlose Über­tragung noch aktive Geräusch­dämmung führen zu schlechtem Klang. Doch die Vorlieben der Nutzer variieren: Mancher mag es neutral für Jazz und Klassik. Mancher mag es bass­lastig für Rap und Rock. Kopf­hörer etwa der Marke Beats betonen den Bass­bereich. Das gefällt vielen Nutzern. Unsere Prüfer sprechen in so einem Fall aber nicht mehr von neutraler Wieder­gabe. Ausgiebiges Probehören hilft, den richtigen Hörer zu finden – am besten mit der eigenen Lieblings­musik.

Komplett kabellose Kopf­hörer im Test

Vieler­orts prägen sie schon das Straßenbild: Die weißen stabförmigen Airpods von Apple. Sie stehen für eine neue Gruppe von Kopf­hörern, die komplett kabellosen In-Ohr-Modelle. Die Stiftung Warentest hat neun von ihnen geprüft und dazu noch neun weitere Bluetooth-In-Ohr-Kopf­hörer mit Kabel zwischen den beiden Hörern.

Die spannenden Fragen:

  • Bringt das Kabel zwischen den beiden Hörern einen Klang­vorteil?
  • Spielen die beiden Hörer bei komplett kabellosen Modellen stets synchron?

Die gute Nach­richt: Zeit­versatz zwischen links und rechts haben wir im Prüf­labor nicht gemessen. Aber beim kompletten Verzicht auf Kabel müssen die Hörer besonders stabil sitzen. Nur so sind sie vor Fall­schäden und Verlust geschützt und klingen optimal. Wir haben mit mehreren Prüf­personen getestet, wie gut die Modelle von Anbietern wie Apple und Bose, Beoplay und Samsung, Sony und Senn­heiser sitzen.

Bluetooth-Kopf­hörer – Akku­leistung ein wichtiges Kriterium

Bluetooth-Kopf­hörer im Test Test

Voll geladen? Es kann losgehen? Leucht­dioden informieren über den Akku­stand.

Bluetooth-Bügel­kopf­hörer bei Akku­lauf­zeit vorn

Viele ohrumschließende und ohraufliegende Kopf­hörer spielen mit vollem Akku mehr als 30 Stunden. Die größte Ausdauer hat mit fast 47 Stunden eines der höher­preisigen Modelle ohne aktive Geräusch­dämpfung. Doch auch Modelle mit aktiver Geräusch­dämpfung kommen auf bis zu 43 Stunden Lauf­zeit. Und selbst wenn der Akku leer ist, ist mit Musik noch lange nicht Schluss: Fast alle großen Kopf­hörer im Test verfügen über einen Kabel­anschluss und enthalten ein Audio­kabel. Damit kann das Smartphone ange­schlossen werden.

Bei In-Ohr-Kopf­hörern klappt das nicht. Mit leerem Akku geben sie keinen Mucks von sich. Ihre kleinen Akkus spielen sich schnell leer, die Stan­dard­lauf­zeit beträgt rund fünf Stunden. Um das Manko im Vergleich zu großen Kopf­hörern auszugleichen, legen alle Anbieter im Test eine Ladeschatulle bei, die Energie für weitere zehn bis 15 Stunden liefert und zudem zum Aufbewahren der Ohrs­töpsel dient.

Direkter Akkuwechsel ist kein Stan­dard

Bluetooth-Kopf­hörer im Test Test

Den Akku einfach wechseln können Nutzer nur bei zwei Kopf­hörern der Edelmarke B&O Play.

Am Fernseher machen nicht alle kabellosen Kopf­hörer Spaß

Beim Fernsehen fällt zuweilen auf, dass der Ton dem Bild etwas hinterherhinkt. Die Digital­technik bei Bluetooth muss den Ton erst aufbereiten und braucht ein paar Milli­sekunden Zeit, ihn zum Gehör zu bringen. Bei den im Prüf­punkt „Tonversatz“ sehr guten Modellen und bei allen geprüften Bluetooth-Kopf­hörern mit aktiver Minderung von Umge­bungs­geräuschen passt der Ton zum Bild. Sie funk­tionieren praktisch ohne Zeit­verzögerung. Nur einer, der billige Isy IBH 2100, hinkt dem Fernseh­bild deutlich hörbar hinterher und schmälert den TV-Genuss.

Tipp: Die Stiftung Warentest veröffent­licht laufend Tests von Fernsehern. Hier finden Sie Fernseher mit Bluetooth.

Den Kopf­hörer bedienen per Fingertipp

Im Test stoßen die Tester der Stiftung Warentest immer öfter auf Kopf­hörer mit Touchbedienung. Laut­stärke­änderung, Titel­sprung, Gesprächs­annahme oder temporäres Abschalten der aktiven Geräusch­reduktion zum Mithören etwa von Bahnhof­durch­sagen klappt per Fingertipp oder mit Wisch­gesten auf einer der Hörmuscheln. Aber: Schon das Zurecht­rücken der Kopf­hörer auf dem Ohr kann ungewollte Reaktionen auslösen und etwa die Musik­wieder­gabe stoppen. Das ist gewöhnungs­bedürftig.

Ohne Anleitung schwer zu bedienen

Ob komplett kabellose Kopf­hörer, Kopf­hörer mit aktiver Geräusch­dämpfung (Noise-Cancelling-Hörer) oder herkömm­liche Kopf­hörer – ohne brauch­bare Anleitung sind sie alle für Ungeübte mitunter schwer zu bedienen. Das zeigen die Tests der Stiftung Warentest. Je nach Modell verfügen die Bluetooth-Kopf­hörer über Tasten, Schie­beschalter und Touch­pads. Dazu kommen Leucht­dioden zur Anzeige des Betriebs­zustandes und der verbleibenden Akku­kapazität. Mehr­fach heißt es in unseren Tests für die Gebrauchs­anleitung leider: mangelhaft. Schlechte Anleitungen bieten nur spärliche und allenfalls schlecht bebilderte Informationen.

Noise-Cancelling-Kopf­hörer – Aktiv gegen Lärm

Im urbanen Umfeld beliebt sind Kopf­hörer mit aktiver Geräusch­dämmung (Noise-Cancelling- oder Noise-Reduction-Hörer). Ihr Vorteil: Die Nutzer hören Musik, Podcasts oder Hörspiele mit normaler Laut­stärke statt Umge­bungs­lärm mit hoher Kopf­hör­erlaut­stärke zu über­tönen. Nachteil: Bluetooth-Kopf­hörer mit Geräusch­dämmung benötigen Strom. Den liefert ein Akku – wie bei jedem anderen Bluetooth­kopf­hörer auch. Der sollte vor dem Ausgehen ausreichend geladen sein. Wie die aktive Geräusch­dämpfung funk­tioniert, lesen Sie im Artikel Kopfhörer – die Technik.

Nutzer­kommentare, die vor dem 24. April 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf den Vorgängertest.

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