Blinde, die gesetzlich kranken­versichert sind, haben nicht auto­matisch Anspruch auf einen Blindenhund von der Krankenkasse: Diese muss die Notwendig­keit im Einzel­fall prüfen. Wenn wie im vorliegenden Fall beim Kläger zur Blindheit auch eine Schwerhörig­keit kommt, muss die Kasse zahlen, denn seine Orientierungs­fähig­keit ist durch den Ausfall mehrerer Sinnes­organe sehr erschwert. Ein Blinden­stock biete dem Mann daher keine ausreichende Hilfe, entschied das Landes­sozialge­richt Nieder­sachsen-Bremen (Az. L 16/4 KR 65/12).

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