Die Qualität des Trinkwassers kann auch unter modernen Armaturen leiden, durch bleihaltige Metalllegierungen. Betroffen ist das „Stagnationswasser“, das lange in den Armaturen steht und Kontakt zu Messingteilen hat. Eine Untersuchung des österreichischen Vereins für Konsumenteninformation und der Arbeiterkammer Wien zeigt, dass die Bleiabgabe ins Trinkwasser innerhalb von ein bis drei Tagen sehr unterschiedlich sein kann: von „nicht nachweisbar“ bis zu mehreren hundert Mikrogramm. Auch Messungen der Stiftung Warentest bestätigten dieses Problem.

Tipp: Lassen Sie Wasser zum Trinken oder Kochen immer etwas ablaufen, wenn es vorher mehrere Stunden lang in der Leitung gestanden hat. Wasserverschwendung muss nicht sein: Schon wenige hundert Milliliter reichen aus, um die Armatur gründlich zu spülen. Danach können Sie das Wasser bedenkenlos trinken.

Nicht so einfach lassen sich die Gefahren bannen, die von alten Bleirohren ausgehen. Selbst das Ablaufenlassen vieler Liter hilft hier nicht zuverlässig. Alte Bleileitungen sollten deshalb entfernt werden.

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