„Black Friday“ – auch in Deutsch­land offerieren Händler ihren Kunden an diesem Tag „unschlagbare Schnäpp­chen“ zum Aufakt des Weihnachts­geschäfts. Gleiches geschieht kurz darauf am „Cyber Monday“. Aber gibt es am Black Friday tatsäch­lich Top-Produkte zu Top-Preisen? Oder gibt es bessere Spar­strategien? Die Stiftung Warentest hat 2019 den Schnäpp­chen-Check gemacht. Unsere Hinweise gelten in weiten Teilen auch für die Angebote des Jahres 2020.

[26.11.2020]: Black-Friday-Testbe­richt 2019 hilft auch 2020

Hier lesen Sie den Bericht unserer Unter­suchung aus dem Jahr 2019. An den grund­legenden Einschät­zungen und Tipps der Stiftung Warentest hat sich nichts geändert. Aber natürlich sind manche Angebote im Jahr 2020 anders als im Vorjahr. Hier spielen die veränderte Nach­frage nach einzelnen Produkt­gruppen, Liefer­engpässe und auch coronabe­dingt verändertes Einkaufs­verhalten eine Rolle.

Black Friday 2020: 27. November

Cyber Monday 2020: 30. November

Black Friday und Cyber Monday bei Amazon & Co

Das Shopping-Spektakel Ende November/Anfang Dezember ist ein Export­schlager. An kaum einem anderen Tag setzt der welt­weite Online­handel so viel um wie am Black Friday und Cyber Monday. An beiden Tagen wird besonders viel Unterhaltungs­elektronik verhökert – bei Amazon und anderen großen Onlinehänd­lern. Seit einigen Jahren ruft auch der stationäre Handel in Deutsch­land die Angebots­schlacht nach amerikanischem Vorbild aus.

Der Testsieger-Check: Spitzen­preise auch für Spitzen­produkte?

Die Stiftung Warentest wollte wissen: Lohnt es sich, an den „Shopping-Feier­tagen“ zuzu­schlagen? Gibt es die Spitzen­preise auch für Spitzen­produkte aus den Tests der Stiftung Warentest? Wir haben die Onlinepreise für 50 potenzielle Weihnachts­geschenke analysiert: Bluetooth-Laut­sprecher, Fernseher, Kaffee­voll­automaten, Kopf­hörer und Smartphones – alle­samt Produkte mit einer guten oder sogar sehr guten Testnote. Das Ergebnis über­rascht.

Das bietet der Schnäpp­chen-Check der Stiftung Warentest

Preis­analysen. Wir haben für 50 typische Weihnachts­geschenke von Handy bis Espresso­maschine untersucht, ob Produkte, die in unseren Tests gut abge­schnitten haben, an Black Friday und Cyber Monday besonders günstig angeboten werden.

Tipps. Wir sagen, wie Sie in fünf Schritten zum besten Angebot kommen und unüber­legte Spontan­käufe vermeiden.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 11/2019.

So finden Sie richtig gute Angebote

Zieht der Handel vor Weih­nachten die Preise an? Was ist von Mega-Rabatten von 50 Prozent und mehr zu halten? Und bei welchen Produkten fallen die Preise besonders schnell? Auch diesen Fragen ist die Stiftung Warentest nachgegangen. In einem Schnäpp­chen-Fahr­plan zeigen wir, wie sich attraktive Angebote finden und Schnäpp­chenfallen vermeiden lassen. Das Gute: Die meisten unserer Empfehlungen gelten nicht nur für den Black Friday oder Cyber Monday, sondern das ganze Jahr lang.

Schnäpp­chentage erschaffen Kauf­anlässe

Für den Handel lohnen sich die Schnäpp­chentage in jedem Fall: „Ohne Anlass kaufen wir hoch­wertige Dinge wie Konsum­elektronik oder teure Pfle­gepro­dukte nur selten“, sagt Claas Christian Germelmann, Professor für Marketing und Konsumenten­verhalten an der Universität Bayreuth. „Durch geballte Angebote helfen die Verkaufs­events nach. Sie schaffen Kauf­anlässe.” Kein Wunder, dass es mehr und mehr solcher Verkaufs­tage gibt: Black Friday und Co werden in Angebots­wochen gebettet, dem Saison­ende greifen „Mid-Season-Sales“ vor und Amazon hat mit dem „Prime-Day“ sogar einen eigenen Feiertag geschaffen.

Bewusst nicht zuschlagen – auch okay

Wer leer ausgeht oder sich ganz bewusst gegen die Angebots­schlachten entscheidet, ist in guter Gesell­schaft: Etliche Organisationen regen am „Buy Nothing Day“ zu Konsumverzicht und Alternativen wie Tauschen und Reparieren an. Er wird am selben Tag begangen wie der Black Friday. 

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