Bitcoin & Co. Warnung vor Krypto­abzockern

Bitcoin & Co. - Warnung vor Krypto­abzockern
Vorsicht vor Betrug. Beim Kauf von Bitcoin, Litecoin oder Ripple müssen Anle­gerinnen und Anleger gut aufpassen. Neben seriösen Brokern gibt es auch zahllose Abzo­cker. © Getty Images / Travis Wolfe

Im Internet gibt es viele verschiedene Handels­plätze, an denen Anleger Kryptogeld kaufen können. Darunter sind auch viele Abzo­ckerplatt­formen.

Investitionen in Bitcoin & Co. sind riskant

Die Experten von test.de halten die Spekulation mit Bitcoin und Co für sehr riskant. Anle­gerinnen und Anleger sollten dort nur Geld einsetzen, das sie nicht unbe­dingt benötigen. Sie müssen immer auch auf einen Total­verlust ihrer Einlage gefasst sein.

Viele Platt­formen werden von Betrügern betrieben

Aktuell gibt es zahllose Internetplatt­formen, die Investitionen in Kryptowährungen anbieten. Darunter sind zahllose unseriöse Plattformen meist aus dem Ausland, die ohne die notwendige Lizenz der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht (Bafin) arbeiten.

Seriöse und unseriöse Broker

Um nicht auf Abzo­cker herein­zufallen, sollten Anle­gerinnen und Anleger wissen, welche Broker den Krypto­handel seriös betrieben. Als seriös gelten etwa Handelsplätze wie Finanzen.net Zero, Just­trade, Scalable Capital und Trade Republic. Unseriöse Platt­formen werben häufig mit gefakten Bildern und Aussagen von Prominenten oder stehlen Identitäten. Dazu nutzen sie zum Beispiel Firmen­namen von seriösen Anbietern, die in der Unter­nehmens­bank der Bafin gelistet sind.

Betrügerischer Anbieter begeht Identitäts­diebstahl

So warnt die Bafin aktuell vor Anrufern einer Firma „Coinbase“, die Geschädigten von Handels­platt­formen versprechen, dass sie verlorenes Geld mithilfe der Bafin zurück­holen können. Das stimmt jedoch nicht. Die Firma betreibt nach Angaben der Aufsicht Identitäts­diebstahl, da sie nichts mit der von der Bafin beaufsichtigten Berliner Coinbase ­Germany GmbH zu tun habe. Die Coinbase Germany GmbH betreibt eine Platt­form zum Kauf von Kryptowährungen. Anleger sollten den Anrufern auf keinen Fall private Daten preis­geben.

Betrüger verwenden angebliche Bafin-E-Mail-Adresse

In einem anderen Fall verwendeten Betrüger die vermeintliche E-Mail-Adresse post­stellebafin@gmail.com und gaben sich als Beschäftigte der Bafin aus. Sie drängten Anle­gerinnen und Anleger zu Trans­aktionen, um beschlag­nahmtes Geld im Zusammen­hang mit einer Handels­aktivität mit der vermeintlichen Firma „Ever­fix“ zurück­erstattet zu bekommen. Die Bafin verwendet die genannte E-Mail-Adresse nicht, auch rufen Aufsichts­mit­arbeiter nicht bei Anlegern an.

Aufsicht warnt vor weiteren unseriösen Anbietern

Die Finanz­aufsicht warnt auch vor folgenden Handels­platt­formen:

Cakedefi.com (Cake Pte. Ltd.,Singapur)

Unionmarkets.com (Dip Exelio LLC, St. Vincent und die Grenadinen)

Igcmarkets.com (MaxxMedia LLC, St. Vincent und die Grenadinen)

Globchains.com (Globchains, Wien, Österreich)

Mercuryo.io und mercuryo.co.com

Alle genannten Anbieter dürfen in Deutsch­land keine Bank­geschäfte betreiben oder Finanz­dienst­leistungen anbieten. Sie besitzen keine Lizenz der Bafin. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen eine Lizenz der Aufsicht besitzt, können Anleger in der Unter­nehmens­daten­bank unter bafin.de nach­sehen.

Dubiose Anbieter stehen auf der Warn­liste

In unserer kostenlos abrufbaren Warnliste nennen wir die Namen dubioser Internetplatt­formen.

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