Biophotonenanalyse Qualität von Eiern messen

17.11.2005

Ob ein Ei ein echtes Bio-Ei ist, sieht man ihm nicht an. Auch nicht, ob es aus Freilandhaltung oder einer Legebatterie stammt. Genau das will die Biophotonenanalyse nachweisen. Entwickelt wurde sie vom Physiker Fritz-Albert Popp. Die Methode nutzt die Fähigkeit lebender Zellen, Lichtteilchen (Photonen) auszustrahlen. Durch Energiezufuhr (wie Licht) speichern die Moleküle der Zelle Energie und geben sie auf charakteristische Weise wieder ab. Und das kann man messen. Eine Studie des Neusser Instituts für Biophysik ergab zum Beispiel, dass Eier von Freilandhühnern deutlich mehr Licht speicherten als die ihrer Schwestern aus der Legebatterie – obwohl die Hühner in Abstammung und Alter übereinstimmten und gleiches Futter bekamen. Welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind, ist unter Wissenschaftlern umstritten, denn in der stofflichen Zusammensetzung unterschieden sich die Eier nicht. Dennoch werben einige Anbieter mit der Biophotonenanalyse. Dem Verbraucher bleibt der Glaube: Mit bloßem Auge ist das Licht nicht zu sehen.

17.11.2005
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