Die Zeiten, in denen die Biobranche regelmäßig kräftige Umsatzsteigerungen verkünden konnte, scheinen passee zu sein. Die Zahlen für die erste Jahreshälfte 2008 fallen verhalten aus, besonders Biogemüse, Biokäse und Biobrot wurden weniger verkauft als 2007. Gründe sind die Preissteigerungen im Lebensmittelhandel sowie zeitweilige Engpässe im Angebot. In einigen Geschäften wurde Biogemüse knapp, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle.

Angst muss die Branche aber nicht haben: Im ersten Halbjahr 2008 gaben die Deutschen noch immer etwas mehr Geld für Bioware aus als 2007, vor allem für Biofleisch und Bioeier. Das Umsatzziel von 10 Milliarden Euro wird die Bio-Lebensmittelbranche so bald aber nicht erreichen. 2007 erwirtschaftete sie gut 5 Milliarden Euro. Den Umsatzrückgang bekommen besonders Naturkosthändler und Biosupermärkte zu spüren. Alnatura, die Nummer eins unter den Biosupermarktketten, hat im Sommer bei über hundert Produkten die Preise gesenkt. Bei Basic, der Nummer zwei, mussten im Oktober einige Filialen geschlossen werden. Die zeitweilige Beteiligung des Discounters Lidl an Basic hat der Kette langfristig geschadet. Basic scheint viele Kunden für immer verloren zu haben.

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