Biokraft­stoffe Schädlicher als Diesel

Biokraft­stoff kann bis zu dreimal klima­schädlicher sein als fossiler Sprit, zeigt eine Studie der Deutschen Umwelt­hilfe (DUH) und der Rainforest Foundation Norway (Biokraftstoffboom trägt zu Klimakrise und Artenverlust bei). Haupt­grund: Für den Anbau von Ölpalmen und Soja zur Herstellung von Biodiesel werden Regenwälder gerodet und Torfböden zerstört. Ähnlich ist laut DUH die Bilanz für Kraft­stoff aus heimischen Pflanzen wie Raps, da die intensive Land­wirt­schaft hohe Emissionen verursache und der Kraft­stoff­anbau zudem neue Ackerflächen für Nahrungs­mittel erforderlich mache, wodurch der Platz für intakte Ökosysteme schrumpft. Wer Emissionen vermeiden will, fahre mit fossilem Diesel besser als mit Biosprit.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 04.05.2020 um 13:36 Uhr
Biokraftstoffe, Studie der DUH

@eknus: Sie können die Studie, über die wir in der Meldung berichtet haben, gern selbst durchlesen und sich bei Fragen an die Deutsche Umwelthilfe wenden. Sie finden die Studie hier:
https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/deutsche-umwelthilfe-und-rainforest-foundation-norway-warnen-biokraftstoffboom-traegt-zu-klimakrise/ (Se)

eknus am 02.05.2020 um 13:34 Uhr
Schlecht recherchiert

Laut Wikipedia:
Um die Umweltverträglichkeit von Biokraftstoffen zu gewährleisten, hat die Bundesregierung eine Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung[41] erlassen. Danach gelten Biokraftstoffe nur dann als nachhaltig hergestellt, wenn sie – unter Einbeziehung der gesamten Herstellungs- und Lieferkette – im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen mindestens 35 % an Treibhausgasen einsparen (ab 2017 mindestens 50 %). Des Weiteren dürfen zum Anbau der Pflanzen für die Biokraftstoffherstellung keine Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt oder mit hoher biologischer Vielfalt, etwa Regenwälder oder Torfmoore, genutzt werden. Biokraftstoffe, die diese Nachhaltigkeitsstandards nicht einhalten, können weder steuerlich begünstigt noch auf die zu erfüllende Biokraftstoffquote angerechnet werden.