Biobrennstoffe Meldung

Heizgeräteindustrie und Mineralölwirtschaft untersuchen derzeit den Einsatz von flüssigen Brennstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Diese Brennstoffe sollen künftig ohne große technische Anpassungen in allen bestehenden Ölheizanlagen verbrannt werden können. Im ersten Schritt konzentrieren sich die Versuche auf Pflanzenöle aus Raps, Sonnenblumen und Soja.

Sie sollen nach einer chemischen Umsetzung (Veresterung) dem schwefelarmen Heizöl als Fettsäuremethylester – heute als Biodiesel angeboten – beigemischt werden. Eine entsprechende Norm für derartige Bioheizöle ist in Arbeit. Bei den flüssigen Biobrennstoffen der zweiten Generation wird nicht nur die Ölfrucht, sondern die ganze Pflanze energetisch genutzt. Mit 3 000 bis 4 000 Liter pro Hektar und Jahr ist dadurch ein höherer Flächenertrag möglich als zum Beispiel bei Rapsmethylester, dessen Hektarertrag in Europa bei 1 200 bis 1 800 Liter liegt.

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