Ist Bioware auto­matisch teurer?

Bio oder konventionell Test

Bioware kostet meist mehr als herkömm­lich produzierte. Nicht so bei zwei Produkt­gruppen im Test.

Biofleisch kostet das Doppelte bis Dreifache

Finanziell gehts ans Einge­machte bei der Entscheidung: Biofleisch oder nicht? Ein Kilo konventionelles gemischtes Hack­fleisch kostete in unserem Test rund 5 Euro – die Biovariante mehr als das Doppelte. Bei Hähn­chen­brust war das Filet mit Biosiegel sogar mehr als dreimal so teuer. Tiere nach Ökostan­dards zu halten, ist aufwendig. Meist arbeitet ein Biobauer mit weniger Tieren als sein konventionell wirt­schaftender Nach­bar. Er erzeugt das Futter auf seinem Hof selbst und behandelt Erkrankungen alternativ, etwa mit homöo­pathischen Mitteln. All das kostet.

Faire Schokolade hat ihren Preis

Auch Süßmäuler müssen eine Wahl treffen. Herkömm­liche Nuss­schokolade kostete rund 1 Euro im Test, die mit Biosiegel zirka 2 Euro. Bei Bioschokolade wird der Kakao nach Ökokriterien angebaut, oft wird er zusätzlich fair gehandelt. Das soll Erzeugern stabile Löhne sichern – und kostet mehr.

Tee und Sonnenblumenöl güns­tiger

Anderswo fällt der Unterschied kleiner aus, etwa bei Nudeln. Bei Darjee­ling und kalt­gepresstem Sonnenblumenöl kostete Bio im Test im Durch­schnitt sogar etwas weniger als Nicht-Bio. Vergleichs­weise günstig ist Bioware beim Discounter. Die Einkaufs­mengen und Misch­kalkulationen von Aldi, Lidl und Co. machen es möglich.

Fazit: In den meisten Fällen kosten Bioprodukte mehr als konventionelle, aber nicht immer. Besonders groß ist der Preis­unterschied bei Fleisch. Grund ist die aufwendige Tierhaltung nach Ökokriterien.

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