Billigflieger auf der Lang­strecke Für 140 Euro nach Amerika

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Auf kürzeren oder mitt­leren Stre­cken sind Billigflieger wie Easyjet, Eurowings oder Ryanair etabliert. Doch auf der Lang­strecke können sie ihre Kosten­vorteile nur bedingt ausreizen. Einige wagen es dennoch und bieten Flüge nach Amerika oder Asien an. Die Flug­zeiten sind aufgrund von Zwischen­stopps meist lang – und die Tickets nicht immer günstig. test.de hat sich aktuelle Angebote der Billig-Air­lines angesehen und sagt, worauf Schnäpp­chenjäger achten sollten.

Eurowings: Zehn Direkt­flüge zu Fernzielen

Eurowings, die Billigtochter der Luft­hansa, bietet schon seit November 2015 von Deutsch­land aus Lang­stre­ckenflüge an. Der Start war jedoch eher holp­rig, es gab viele Verspätungen und Flug­ausfälle. Inzwischen hat sich die Situation gebessert. Aktuell bietet Eurowings ab Köln mit Zubringern von Berlin, Dresden, Hamburg und Leipzig zehn Direkt­flüge zu Fernzielen an, darunter Bangkok, Mauritius und Havanna. Oneway-Tickets nach Miami offeriert Eurowings beispiels­weise bereits ab rund 140 Euro.

Ryanair: Doch nicht nach Amerika

Die größte Nied­rigpreis-Air­line, die irische Ryanair, kündigte vor einiger Zeit an, zum Schnäpp­chen­preis nach Nord­amerika zu fliegen. Inzwischen hat sie ihre Pläne auf Eis gelegt. Denn auf der Lang­strecke können Billigflieger ihre Kosten­vorteile kaum ausspielen. Die Flugzeuge können beispiels­weise nicht so intensiv genutzt werden wie im Europa­verkehr, die Crews müssen am Ziel­ort über­nachten und es gibt keine teure Business­klasse.

Norwegian und Wow Air: Nur mit Zwischen­stopp

Zwei europäische Billig-Air­lines haben dennoch Lang­stre­ckenflüge aufgenommen: Norwegian und die islän­dische Wow Air. Norwegian fliegt ab Berlin-Schöne­feld zu neun Fernzielen, ab Hamburg und München zu jeweils drei Fernzielen, immer mit Zwischen­stopp in Oslo oder anderen europäischen Städten. Wow Air fliegt ab Schöne­feld, Frank­furt/Main und Düssel­dorf zu acht bis neun Zielen in Nord­amerika, jeweils mit Zwischen­stopp in Reykjavik.

Preis­vergleich Berlin-Miami: Luft­hansa güns­tiger als fast alle Billigheimer

In einer Stich­probe haben wir über­prüft, ob Günstig-Air­lines auf der Fern­strecke wirk­lich billig sind. Wir wählten einen Hin- und Rück­flug von Berlin nach Miami (12. bis 19. Mai, zwei Monate im Voraus gebucht), jeweils mit Gepäck zum Aufgeben. Am billigsten war Eurowings mit 400 Euro. Bei Norwegian kostete das Ticket 576 und bei Wow 640 Euro. Diese Preise unterbietet sogar die Luft­hansa mit einem Ticket­preis von 434 Euro deutlich. Der Flug ist mit Zwischen­stopp in Wien rund zwei Stunden kürzer als der der Konkurrenz.

Unser Rat: Auf Tarifdetails achten

So banal es klingt: Vergleichen Sie vor jeder Buchung die Preise. Achten Sie auf Tarifdetails. Die billigsten Angebote enthalten meist nur den reinen Trans­port, Koffer und Bord­service sind extra zu bezahlen. Wo die Buchung am besten klappt, zeigt unser Test von Flugbuchungs-Portalen. Ärger mit der Air­line? Im Special Fluggastrechte beschreiben die Experten von Finanztest die besten Wege zur Entschädigung.

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