Billigfeuerzeuge Meldung

Billigfeuerzeuge taugen wenig und sind nicht kindersicher.

Täglich gehen massenhaft Feuerzeuge über die Ladentische. Wie gefährlich sie sind, offenbarte jetzt ein europaweiter Sicherheits-Check.

Unsicher. Die Mehrheit der Feuerzeuge in Europa kann „als gefährlicher Müll bezeichnet werden“ und ist nicht kindersicher. So das Fazit einer repräsentativen Sicherheitsprüfung, die der österreichische Verein für Konsumenteninformation VKI für die EU-Kommission durchführte.

Flackern, spucken, spritzen. Getestet wurden 70 gängige Wegwerffeuerzeuge zu Preisen zwischen 50 Cent und 1,50 Euro. Zwei Drittel rasselten bei der Überprüfung durch. Sie brennen mit zu hoher Flamme, flackern, spucken oder spritzen, gehen nicht schnell genug aus, dafür aber schnell zu Bruch. Auch Hitze halten sie schlecht aus. Das gilt auch für normgerechte Produkte. Die in der ISO 9994 festgelegten Anforderungen in puncto Flammenhöhe, Haltbarkeit beim Herunterfallen und Temperaturbeständigkeit reichen nicht aus, wie die Studie zeigt.

Mit Kindersicherung. Experten fordern nun strengere Sicherheitsanforderungen und Kontrollen. Außerdem sollen die Massenprodukte endlich so konstruiert werden, dass Kinder unter fünf Jahren sie nicht bedienen können. In den USA, in Kanada, Australien und Neuseeland dürfen Feuerzeuge ohne Kindersicherung schon längst nicht mehr verkauft werden. Das fordert die Brüsseler EU-Kommission jetzt auch für den europäischen Markt.

Tipp. Kaufen Sie nur Markenprodukte. Die haben im Test vergleichsweise gut abgeschnitten. Lassen Sie Feuerzeuge weder herumliegen, wenn Kinder im Haus sind, noch die Kleinen damit unbeaufsichtigt hantieren.

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