Die Charterfluggesellschaft Germania fordert die Lufthansa weiter mit neuen Strecken und günstigen Tarifen heraus. Nach dem erfolgreichen Einstieg auf der Strecke Berlin–Frankfurt/Main wird seit Anfang April die Route Berlin–Köln mit 28 Flugpaaren pro Woche bedient. Im Herbst soll die Strecke Berlin–München folgen. Weitere innerdeutsche Verbindungen sind geplant, etwa Berlin–Stuttgart und München–Hamburg. Das Bundeskartellamt hat der Lufthansa unterdessen untersagt, auf der Strecke Berlin–Frankfurt weiterhin Niedrigflugpreise anzubieten. Die Kartellwächter sehen in den neuen Kampfpreisen den Versuch, Germania zu verdrängen. Als Germania zu einem Preis von 99 Euro für den einfachen Flug startete, hatte die Lufthansa ihren Tarif von 485 Euro auf 200 Euro (Hin- und Rückflug) gesenkt – und das zu Leistungen, die Germania nicht bietet, beispielsweise Bordverpflegung und Vielfliegerprogramm. Das Amt hat die Lufthansa deshalb verpflichtet, auf der Strecke Berlin-Frankfurt für die einfache Strecke pro Passagier mindestens 35 Euro mehr als Germania zu verlangen, solange 134 Euro nicht überschritten werden. Die Lufthansa kündigte gerichtliche Schritte gegen diese Entscheidung an.

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