Interview: Billig und sicher?

Billigflieger sparen an allem, was nicht unbedingt notwendig ist. Auch an der Sicherheit?

Billig heißt nicht gleich unsicher. Die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsstandards sind in Deutschland sehr hoch. Und diese müssen auch die No-Frills-Carrier erfüllen.

Wie wird kontrolliert, ob die Flugzeuge die Sicherheitsstandards einhalten?

Deutsche Luftfahrtunternehmen, zu denen auch die No-Frills-Carrier zählen, erhalten ihre Betriebsgenehmigung durch das Luftfahrt-Bundesamt (LBA). Geprüft werden die wirtschaftlichen, flugbetrieblichen und technischen Voraussetzungen. Nach der Erteilung der Betriebsgenehmigung stehen die Airlines weiter unter der Beaufsichtigung durch das LBA. Alle nach Deutschland einfliegenden ausländischen Luftfahrtunternehmen müssen damit rechnen, vom LBA unangemeldet auf ihre Sicherheit hin kontrolliert zu werden.

Die Piloten von Billig-Airlines haben oft längere Arbeitszeiten. Ist das bedenklich?

Die Flug-, Flugdienst- und Ruhezeiten von Besatzungsmitgliedern sind gesetzlich geregelt. Der Luftfahrtunternehmer muss die Flugdienst- und Ruhezeiten der Besatzung übersichtlich und prüfbar aufzeichnen.

Billig-Airlines zahlen geringere Gehälter. Gibt es dafür qualifiziertes Personal?

Ja, denn Flugzeuge im gewerblichen Luftverkehr dürfen nur von Piloten mit entsprechend gültiger Erlaubnis und Berechtigung gesteuert werden. Die Ausbildung und Lizenzierung ist gesetzlich geregelt.

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