Bilder digitalisieren

Analoge und digitale Bilder: So werden Fotos und Dias abgetastet

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Bilder digitalisieren Testergebnisse für 7 Digitalisieren von Fotos 2010

Inhalt

Auf Dia- und Negativfilmen setzen sich Bilder aus winzigen Partikeln auf einem durchsichtigen Trägermaterial zusammen. Auf Papierabzügen bestehen sie aus ähnlichen Partikeln auf einer weißen Oberfläche. Wie detailreich ein solches Foto ist, hängt, neben anderen Faktoren wie etwa dem Auflösungsvermögen des verwendeten Objektivs, auch von der Größe und Verteilung dieser Partikel auf dem Trägermaterial ab. Sehr lichtempfind­liche Filme mit hohen Iso-Werten sind grobkörniger und bieten weniger Bildde­tails als weniger lichtempfindliche Filme mit niedrigeren Iso-Werten.

Digitale Fotos werden in Form sogenannter Rastergrafiken gespeichert und verarbeitet. Die sind aus einzelnen Bildpunkten zusammengesetzt, den sogenannten „Pixeln“ (von „Picture Elements“, englisch für Bildelemente), die in einem rechtwinkligen Raster von Zeilen und Spalten angeordnet sind. Jedes dieser Pixel hat einen Helligkeits- und einen Farbwert. Je mehr Pixel ein Digitalbild umfasst, desto mehr Bilddetails erfasst es und desto mehr Speicherplatz braucht es.

Beim Scannen wird ein analoges Bild in ein digitales Rasterbild übersetzt. Die meisten Scanner tasten die Vorlage dabei zeilenweise ab. Wie detail- und farbgetreu das Original beim Scannen erfasst wird, hängt davon ab, mit welcher Scanauflösung und mit welcher Farbtiefe man es abtastet.

Die Auflösung wird beim Scannen – wie übrigens auch beim Drucken – in der Regel in dpi (Dots per Inch) gemessen. Diese sogenannte Punktdichte gibt an, wie viele horizontale Pixel aus einem ein Zoll (2,54 Zentimeter) breiten Streifen der analogen Vorlage gewonnen werden. Je höher der dpi-Wert, desto mehr Bilddetails werden erfasst und desto mehr Pixel umfasst das resultierende Digitalbild.

Die Farbtiefe gibt an, wie viele verschiedene Farbwerte ein digitales Bild maximal enthalten kann. Im Profibereich wird oft mit einer Farbtiefe von 48 Bit gearbeitet, also mit über 281 Billionen Farbmöglichkeiten. Für Normalnutzer reicht in der Regel eine Farbtiefe von 24 Bit, also rund 16,8 Millionen möglichen Farben. Mehr können übliche Drucker und Monitore ohnehin nicht verarbeiten.

Der Speicherbedarf einer digitalen Bilddatei hängt neben der Bildgröße – also der Anzahl der Pixel, die das Bild umfasst, – und der Farbtiefe auch vom verwendeten Dateiformat und einer eventuellen Datenkompression ab. Besonders effizient sind verlustbehaftete Kompressionsverfahren, wie sie zum Beispiel bei Jpeg-Dateien zum Einsatz kommen. Hier kann man meist den Kompressionsgrad oder die Qualitätsstufe einstellen: Je stärker die Datei komprimiert wird, desto weniger Speicherplatz braucht sie und desto stärker geht die Kompression zulasten der Bildqualität.

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Gelöschter Nutzer am 11.04.2021 um 21:14 Uhr
Warum kein Test zu Digitalisierungsdienstleistern?

Digitalisierung ist in aller Munde. Auch Privatpersonen befassen sich immer mehr damit, Fotos, Dias, Negative, Filme, Musik zu digitalisieren. Und machen auf diese Weise mal mehr und mal weniger positive Erfahrungen. Auf jeden Fall muss viel Zeit investiert werden, um gute Ergebnisse zu erzielen. Wer die Zeit nicht hat, braucht Digitalisierungsdienstleister. Und die gibt es in großen Mengen und mit großen qualitativen Unterschieden. Hier gäbe es meines Erachtens ein hervorragendes Betätigungsfeld für die Stiftung Warentest. Warum also nicht einen Dienstleistervergleich anbieten? Die unzähligen Privatpersonen und Stiftung-Warentest-Leser, die sich mit der Digitalisierung ihrer persönlichen Schätze herumschlagen, da bin ich mir sicher, würden es Ihnen danken!

Scharo1602 am 01.03.2021 um 16:52 Uhr
Dienstleister Digitalisierung von Fotos, Dias etc.

Die Stiftung Warentest sollte wirklich mal dringend die Dienstleister zur Digitalisierung von Fotos, Dias etc. unter die Lupe nehmen. Anscheinend existiert hier noch kein richtiger Vergleich (obiger ist elf Jahre alt).

Manfredneu2019 am 16.01.2021 um 10:22 Uhr
Dienstleister Digitalisierung Test notwendig

Kann mich nur Harro 2012 anschließen, dass die Stiftung Warentest dringend einmal die Dienstleister für Digitalisierung von Dias etc. vergleichend prüfen sollte.

Anna_HB am 09.03.2018 um 16:40 Uhr

Kommentar vom Administrator gelöscht. Grund: Schleichwerbung

haro2012 am 13.01.2018 um 10:15 Uhr
Dias und Negative digitalisieren

Ich hatte mir voriges Jahr einen mittelmäßigen Scanner ausgeliehen. Nach 2 Tagen hatte ich es aufgegeben. Die Qualität fand ich einfach nicht gut und es war auch sehr zeitaufwendig.
Weil ich auch so einige Dias mit so einigen Kratzer habe, auch viele Dias mit starken Blaustich behaftet sind, hatte mich der Artikel von Ananas123 (obwohl dieser schon etwas älter ist) inspiriert bei fotofab anzurufen. Ich wurde zu deren neuen Internetseite fotovital.de verwiesen.
Die Bearbeitungszeit war etwas länger als erwartet, aber dafür war das Ergebnis der Wahnsinn, einfach Spitzenklasse.
Ich bin so begeistert von deren Qualität, dass ich das hier mal mitteilen möchte.
Vielleicht ein Anstoß an test.de mal einen breit angelegten Test von mehreren Dienstleistern zu machen.