Bild verkauft Prepaid-Karten Meldung

Aldi, Lidl, Penny. Alle paar Wochen schmückt sich ein neuer Anbieter mit billigen Prepaid-Karten: Vor kurzem unterbot Lidl die Billigmarke von 10 Cent pro Minute. Ab heute verkauft auch die Bildzeitung Guthaben-Karten fürs Handy. Ebenfalls für 10 Cent pro Minute. Die Stiftung Warentest vergleicht die Tarife.

Ungünstiger Minutentakt

Mit 10 Cent pro Minute steigt Bildmobil in den Preiskampf ein. Zum Vergleich: Fonic von Lidl kassiert 9,9 Cent pro Minute. Allerdings rechnen beide Anbieter im ungünstigen Minutentakt ab. Das macht sich vor allem bei kurzen Anrufen bemerkbar: Jede angefangene Minute erscheint als volle 60 Sekunden auf der Rechnung. Aldi Talk und Penny Mobil kassieren zwar 14 Cent pro Minute, rechnen nach der ersten Minute aber sekundengenau ab.

Kein netzinterner Preis

Weiterer Nachteil gegenüber anderen Discountern: Bildmobil bietet keinen netzinternen Sonderpreis. Anrufe zu anderen Bildmobil-Kunden kosten genauso viel wie Gespräche in andere Handynetze. Solche so genannten Community-Preise bieten fast alle Anbieter von Prepaid-Karten für 4 bis 6 Cent je Minute an. Das lohnt sich vor allem für Familienmitglieder oder Freunde, die über den gleichen Anbieter telefonieren.

D2-Netz

Für seine Prepaid-Karten nutzt Bildmobil das D2-Netz. Das ist für Bewohner ländlicher Gebiete interessant, in denen die Netze von E-Plus und O2 nicht überall flächendeckend ausgebaut sind. Vodafone betreibt mehr Funkmasten und erreicht auch dünn besiedelte Regionen. In Städten unterscheiden sich die Netze jedoch kaum in ihrer Abdeckung.

Kostenloses Internet-Portal

Neu bei Bildmobil ist die kostenlose Nutzung des Bildmobil-Portals: Mit ihrem GPRS- oder WAP-fähigen Handy können Kunden unbegrenzt im Bild-Internet surfen. Dort finden sie neben Nachrichten aktuelle Klatschgeschichten und Sportergebnisse. Zusätzliche Kosten fallen für diesen Service nicht an. Nur wer kostenpflichtige Inhalte wie Klingeltöne und Bilder herunterlädt oder auf anderen Seiten weitersurft, muss dafür bezahlen.

Regelmäßig nachladen

Die Prepaid-Karten gibt es im Internet unter bildmobil.de oder bei teilnehmenden Zeitungshändlern. Diese verkaufen auch Nachladekarten für 10 oder 20 Euro. Wer mit dem Handy jedoch nur erreichbar sein möchte, sollte vorher das Kleingedruckte der AGB lesen: Dort behält sich Bildmobil das Recht vor, die Karte zu deaktivieren, wenn ein Jahr lang kein Guthaben nachgeladen und gleichzeitig drei Monate lang keine kostenpflichtigen Anrufe getätigt oder SMS verschickt wurden.

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