Big-Brother-Award Meldung

Angela Merkels Bundes­kanz­ler­amt hat für seine geheim­dienst­liche Verstri­ckung in den NSA-Über­wachungs­skandal den Negativ­preis Big-Brother-Award bekommen. Der Verein Digitalcourage vergibt den Preis seit dem Jahr 2000 jähr­lich an Firmen, Institutionen und Politiker, die Daten­schutz und die Privatsphäre miss­achten. Die Bundes­regierung habe es sträflich unterlassen, Bürger und Firmen vor feindlichen Atta­cken zu schützen.

„Preisträger“ ist auch das Busunternehmen MeinFernbus. Reisende mit Onlineti­cket müssen sich per Ausweis identifizieren. Damit sei anonymes Reisen per Bus nicht möglich.

Ausgezeichnet wurden auch „Spione im Auto“, die per Navigations- und Notrufsystem Positions­daten sammeln und sogar mit Versicherungs­gesell­schaften teilen, Special Der Spion fährt mit, Finanztest 5/2014.

Die Trophäe ging zudem an die Fernseher der Marke LG: Sie über­mitteln per Internet, was sich Zuschauer angesehen haben, Test Smart TV und Datenschutz, test 5/2014.

Erst­mals gab es auch einen Positiv­preis. Der „Julia-und-Winston-Award“ ging an Edward Snowden für dessen Zivilcourage gegen Über­wachung und Daten­sammelwut. Namens­geber für den Preis sind die beiden Haupt­charaktere aus George Orwells Roman „1984“.

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