Biergärten Meldung

Obazda, Steckerlfisch – schon mal gehört? Viele Biergärten in ganz Deutschland bieten typisch bayerische Speisen an.

Es gibt typische Biergartengerichte. Warum? Wer sie im Magen hat, verträgt das Bier dazu umso besser.

Obazda. Der bayerische Name der Käsecreme leitet sich von der Herstellung ab: Reifer Camembert oder anderer Weichkäse wie Limburger wird mit Butter, Paprikapulver, Kümmel und Zwiebeln zu einer breiigen Masse angemischt („angebatzt“). Zusammen mit Brot und Schnittlauch ein klassischer, fettreicher Biergartensnack.

Steckerlfisch. Häufig eine Makrele, die auf einen Stock gesteckt und gegrillt wird. Wichtig ist, sie dabei mehrfach zu drehen und mit einer kräftig würzigen Marinade zu bepinseln.

Weißwurst. Die Münchner Spezialität wird traditionell vor 12 Uhr verzehrt. Sie enthält unter anderem Kalbfleisch, Speck und Gewürze. Liebhaber zuzeln die Wurst aus dem Darm, saugen sie also heraus. Vornehmer ist es, die Wurst zu halbieren und das Innere mit Messer und Gabel aus dem Darm herauszulösen. Die typische Weißwurst wiegt gut 125 Gramm und kommt auf 278 Kilokalorien – ähnlich wie ein Paar Wiener.

Leberkas. Er ist innen rosafarbig und hat eine dunkle Kruste, den „Scherzel“. Er enthält Rind- und Schweinefleisch, Käse allerdings nicht – die ursprüngliche Form erinnerte nur an einen Käselaib. In Bayern ist noch nicht mal Leber enthalten, außerhalb von Bayern dagegen schon – sonst heißt er Bayerischer Leberkäse. Dazu gehören Spiegelei und süßer Senf oder Semmeln mit sauren Gurken.

Brezn. Das Laugengebäck aus Weizenhefeteig wird vor dem Backen in eine verdünnte Lauge getaucht. Das beschert der Brezel eine dünne Kruste und ein weiches Inneres – perfekt zum Auftunken von Bratensaft.

Radi. Gemeint ist Rettich, eine häufige Beilage bayerischer Gerichte. Er wird meist roh gegessen, wobei man ihn wegen seiner Schärfe vorher mit Salz bestreut. Er fördert die Verdauung, liefert Vitamin C und Kalzium.

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