Bier verkosten wie die Profis: Geschmacks­vielfalt – Von Biskuit bis Zitrone

Wer Bier verkostet, sollte es kurz vorher aus dem Kühl­schrank nehmen und das Glas nicht zu voll füllen, damit sich die Aromen gut entfalten können.

  • Klarheit. Filtrierte Biere sollten fein glänzen. Unfiltrierte, naturtrübe Biere enthalten sicht­bare Trüb­stoffe.
  • Schaum. Bei der weißen bis hell­braunen Haube auf dem Getränk kommt es auf die Größe der Schaumporen, das Volumen und die Stabilität an. Der Schaum kann kräftig, feinporig, sahnig oder feincremig sein, schnell in sich zusammenfallen oder lange halten.
  • Farbe. Die Bierfarbe lässt auf die verwendeten Malzsorten schließen: Helle Malze sorgen für gelbe Farbe, Karamell- oder Kristall­malze für Bern­steintöne und Röstmalze für dunkles Braun bis fast Schwarz.
  • Geruch und Geschmack. Je nach Malzsorte kann Bier nach Biskuit, Toffee, Brot­rinde, Dörr­obst, Kaffee oder Schokolade riechen und schme­cken. Der Hopfen bringt kräuterige, blumige oder zitrus­artige Aromen ins Bier und sorgt für die Bitter­keit. Bei obergärigen Bieren wie Weizenbier können Hefenoten auftreten, die etwa an Banane, Vanille, Muskatnuss, Gewürznelke erinnern.
  • Mund­gefühl. Im Mund kann sich Bier saftig, ölig, trocken oder adstringierend anfühlen. Die Kohlensäure kann spritzig, fein­perlig oder moussierend sein.
  • Geschmack­sphasen. Bier entwickelt sich vom ersten Eindruck (Antrunk) über den Frische­eindruck (Rezenz) bis zum Nach­trunk oder Ausklang, den die Bitter­keit des Hopfens prägen kann. Wichtig ist auch die Bitter-Süß-Balance. Eine leichte Säure kann mitspielen.

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