Bezahlung von Auszubildenden Meldung

Arbeit bei gemeinnützigen Trägern ist nicht weniger wert.

Auch gemeinnützige und öffent­lich geförderte Betriebe müssen angemessene Löhne für Azubis zahlen, urteilte das Bundes­arbeits­gericht.

In einem Fall hatte ein angehender Maschinen­führer in Bayern einen Vertrag mit einem gemeinnützigen Verein, der Ausbildungen fördert. Der Azubi erhielt 55 Prozent des Tarif­lohns. Das Bundes­arbeits­gericht sprach ihm nach­träglich fast 22 000 Euro zu. Die Vergütung dürfe nicht mehr als 20 Prozent unter dem Tarif­vertrag liegen (Az. 9 AZR 108/14).

In einem anderen Fall hielt eine angehende Verkäuferin ihr Gehalt von knapp einem Drittel des Tarif­lohns (210 Euro) für zu nied­rig. Sie war bei einem Ausbildungs­verbund, der staatlich gefördert bei Betrieben in Ostt­hüringen ausbilden lässt. Wenigs­tens zwei Drittel des Bafög-Höchst­satzes stehe ihr zu, so das Bundes­arbeits­gericht (Az. 9 AZR 732/13).

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