Bezahlen mit dem Mobiltelefon Meldung

Problematisch: Internetangebote per Handy bezahlen.

Beim Blick auf die Handyrechnung kann es ein böses Erwachen geben: 300 Euro für ein Abo? Kaum wurden die Regeln zum Schutz vor teuren Dialern verschärft, haben die Betreiber das „Handy­payment“ als neues Zahlungsmittel entdeckt. Angebote aus dem Internet werden per Mobiltelefon bezahlt.

Das geht so: Der Kunde besucht eine Internetseite und lässt sich zum Beispiel eine Reiseroute berechnen. Er gibt die Nummer seines Handys an und erhält kurz darauf einen Zugangscode per SMS. Tippt er ihn auf der Webseite ein, kann er die Route für knapp 10 Euro abrufen. Vorsicht: In einigen Fällen hat der Kunde, ohne es zu bemerken, statt eines „Einzelkaufs“ ein Abonnement abgeschlossen – für knapp 10 Euro pro Tag.

Viele Mobilfunkanbieter erstatten ihren Kunden Geld für unseriöses Handy­payment. Einige haben inzwischen bestimmte Nummern für Handypayment sperren lassen. Das ist besonders sinnvoll für Kinder mit eigenem Handy. In der Vergangenheit richteten sich Angebote im Internet mit Gedichten oder den Lösungen von Hausaufgaben oft gezielt an junge Kunden.

Vorsicht auch bei Bezahlung per Bankeinzug. Wer sich anmeldet und nicht rechtzeitig wieder kündigt, zahlt zum Teil 96 Euro für die Möglichkeit, das Angebot 6 Monate nutzen zu können.

  • Tipp. Opfer sollten entsprechende Abos sofort kündigen. Die Adresse des Betreibers finden Sie auf der Anbieter-Internetseite oder auf der Handy­rechnung. Wer unsicher ist, ob die Rechnung bezahlt werden muss, sollte sich bei einer Verbraucherzentrale beraten lassen.

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