Kleinbeträge im Internet zu bezahlen, ist einfach. Missbrauchsfälle sind bisher kaum bekannt geworden.

Online einzukaufen ist das eine – online zu bezahlen für viele aber ungewohnt. Der klassische Weg per Rechnung oder Überweisung ist im Internet oft nicht möglich. Aber es gibt inzwischen viele Bezahlwege. Firstgate und Infin setzen auch wir für das Abrufen von Tests ein. Im Überblick:

Firstgate: Hier muss der Kunde sich zunächst registrieren. Er erhält dann ein Passwort, das er zum Bezahlen nutzt. Alle Beträge werden angesammelt und einmal monatlich vom Girkonto abgebucht, oder der Nutzer zahlt per Kreditkarte.

infin-MicroPayment: Unter diesem Button erscheint eine 0 190-Telefonnummer. Ruft der Kunde an, erhält er eine einmalig gültige Transaktionsnummer (Tan). Die trägt er ins Eingabefeld im Internetshop ein. Die Bezahlung erfolgt über die Telefonkosten: Je teurer die Ware, desto höher der Tarif.

Online-Überweisung: Das geht nur für Kunden, die ihr Girokonto online führen. Im Internetshop erscheint ein Überweisungsformular. Der Kunde gibt Pin und Tan ein, wie beim Homebanking. Die Daten gehen SSL-verschlüsselt an die Bank, die die Überweisung dem Händler bestätigt. Das bieten die Deutsche-Bank-Tochter Pago (auch für 2 000 Fremdin­sti­tute) und die Karlsruher „fun“ (nur Postbank).

Guthabenkarte: Prepaidkarten gibt es im Kiosk, an der Tankstelle oder in der Post, zum Beispiel für 25, 50 oder 100 Euro. Darauf steht ein Code, den der Kunde freikratzt. Beim Einkauf im Internet-Shop gibt er diesen Zahlencode ein. Die Summe wird dem Zentralserver gemeldet, der sie vom Kartenguthaben abzieht. Das Verfahren wird von der Telekom (MicroMoney) und von paysafecard.com angeboten.

Geldkarte: Der Chip auf der Maestro-Karte (früher: ec-Karte) wird am Bankautomaten aufgeladen. Fürs Bezahlen im Internet ist ein Chipkarten-Lesegerät nötig, das an den PC angeschlossen wird. Die Karte wird eingesteckt, der Kunde bestätigt den Betrag, der dann vom Chip abgebucht wird.

Telefon: Telekom-Kunden lassen sich registrieren und können dann mit Passwort einkaufen. Der Betrag steht auf der Telefonrechnung.

Handy: Auch hier ist eine Registrierung notwendig. Der Kunde tippt im Internet-Shop seine Handynummer ein und wird dann zurückgerufen. Er bestätigt den Kauf mit Pin oder Passwort. Der Betrag wird später vom Konto abgebucht. Vorreiter war die Firma Paybox, die ihre Arbeit eingestellt hat. Nun bieten andere Firmen dieses Verfahren in ähnlicher Form an. Teils ist auch das Bezahlen über die Handyrechnung möglich.

E-mail: Anbieter sind zum Beispiel die US-Firmen Pay Pal und Moneybookers. Der Kunde überweist Geld von seiner Bank auf ein Konto, das dort für ihn geführt wird. Mit Kontonummer und Passwort kann er dann im Internet shoppen. Dies ist bei Auslandszahlungen günstig.

Darüber hinaus bietet zum Beispiel die Telekom die Möglichkeit, per Lastschrift oder Kreditkarte zu zahlen, ohne jeweils die Konto- oder Kreditkartennummer einzugeben. Nach einer Registrierung kann der Kunde beim Einkaufen ein Passwort eingeben. Der Betrag wird vom Konto oder von der Kreditkarte abgebucht.

„All diese Systeme können für den Kunden als durchaus sicher gelten“, meint Karsten Stroborn, Electronic-Cash-Experte an der Universität Karlsruhe. Zumindest bisher sind kaum Missbrauchsfälle bekannt geworden.

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