Weniger streng als die erste Instanz war der Bundesfinanzhof im Fall eines Außendienstmitarbeiters, der Ausgaben für die Bewirtung von Kunden als Werbungskosten absetzen wollte. Das Finanz­gericht Düsseldorf hatte sie abgelehnt, weil die Höhe des Gehalts nicht vom Erfolg seiner Arbeit abhing.

Für den Bundesfinanz­hof war aber nicht ­restlos geklärt, ob der Mann nicht doch mit Provisionen rechnen konnte, wenn er für die Firma besonders erfolgreich war. Nach seinem Urteil können ­Posten wie Bewirtungskosten außerdem auch aus anderen Gründen Werbungskosten sein. Der Kläger selbst hatte angegeben, dass sie zum Gewinnen von Aufträgen nötig seien. Das Finanzgericht Düsseldorf muss seinen Fall jetzt neu prüfen (BFH, Az. VI R 78/04).

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