Selbstständige können die Umsatzsteuer, die sie als Vorsteuer für Bewirtungskosten beim Finanzamt abrechnen, nicht komplett geltend machen. Das Finanzamt will wie bei den reinen Bewirtungskosten (ohne Umsatzsteuer) nur 70 Prozent davon anerkennen. Doch ob das rechtens ist, muss der Bundesfinanzhof erst klären (Az. V R 76/03).

Betroffene rechnen deshalb vorerst die Umsatzsteuer voll ab und halten bis zur Klärung in diesem Punkt den Steuerbescheid offen. Auf Antrag muss das Finanzamt auch Aussetzung der Vollziehung gewähren, schreibt die Oberfinanzdirektion Cottbus in einer Verfügung (S 7303a-4-St 242).

Tipp: Restaurantrechnungen, die betriebliche Ausgaben sind, prüfen die Finanzbeamten besonders skeptisch. Nur wenn die Bewirtung zum Beispiel für den „Handelsvertreter der Firma Y“ mit Datum, Ort, Anlass und Namen des Geschäftspartners konkret dokumentiert ist, hakt die Behörde die Ausgaben kommentarlos ab. Außerdem sollten Sie es mit den Bewirtungskosten nicht übertreiben. Bis 50 Euro pro Person gelten gewöhnlich als angemessen.

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