Erfolg­reich klagte eine 28-jährige Voll­juristin gegen die Bundes­polizei, weil sie für den höheren Polizei­voll­zugs­dienst wegen ihrer Körpergröße abge­lehnt worden war. Mit 1,58 Meter sei die Bewerberin „zu klein“, lautete die Begründung. Die Richter des Verwaltungs­gerichts Schleswig-Holstein sahen das anders und sprachen der Bewerberin eine Entschädigung von knapp 4 000 Euro zu (Az. 12 A 120/14).

Die Richter entschieden: Die Mindest­körperlängen­anforderung der Bundes­polizei von 1,63 Meter für Frauen und 1,65 Meter für Männer sei nach dem Allgemeinen Gleichbe­hand­lungs­gesetz nicht zulässig und benach­teilige Frauen. Bislang hieß es in den Kriterien zudem: „Die Körperlänge soll nicht mehr als 1,95 m betragen. Nur bei „besonders geeigneten Bewerbern“ durften die Grenzen der Körperlänge bislang „bis zu 2 Zenti­meter über- oder unter­schritten“ werden. Diese Rege­lungen hat das Gericht nun gekippt.

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