Bewerbung Meldung

Lehnt ein Arbeit­geber, der in seiner Stellen­anzeige „Young Professionals“ sucht, einen 36-Jährigen ab, so ist das ein Indiz für eine Benach­teiligung des Bewerbers wegen seines Alters. So hat das Bundes­arbeits­gericht entschieden (Az. 8 AZR 429/11). Der Kläger bewarb sich auf eine Stellen­anzeige eines öffent­lichen Arbeit­gebers, in der Nach­wuchs-Führungs­kräfte, genauer „Hoch­schul­absolventen/Young Professionals“ gesucht wurden. Trotz guter Qualifikation erhielt er eine Absage. Der 36-Jährige ist Jurist, der über mehr­jährige Berufs­erfahrung als Mitarbeiter bei einem Rechts­schutz­versicherer sowie als Rechts­anwalt verfügt.

Im Rechts­streit verteidigte das Unternehmen sich damit, die Auswahl nach den Examens­noten getroffen zu haben. Nun prüft das Landes­arbeits­gericht Berlin-Brandenburg, ob die Examens­note des Klägers tatsäch­lich schlechter war, als die des bevor­zugten Bewerbers. Nur dann kann eine Alters­diskriminierung ausgeschlossen werden. Andernfalls steht dem Kläger die Zahlung einer Entschädigung zu.

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