Sie wollen sicher sein, dass ein Schreiben ankommt und der ­Versand beweisbar ist? Dann reicht ein einfacher Brief nicht. ­Entweder Sie übergeben das Schreiben persönlich gemeinsam mit einem Zeugen oder Sie schicken es und fahren zweigleisig:

1. Fax. Senden Sie ein Fax von einem Gerät aus, das eine Sendebestätigung auf einer Kopie des Schreibens ausdruckt.

2. Einschreiben. Schicken Sie zusätzlich ein Einschreiben mit Rückschein. Nimmt es der Empfänger an, ist der Rückschein ein Beleg vor Gericht. Selbst wenn er erklärt, es sei nichts im Kuvert gewesen, hat er vor Gericht kaum Chancen. Das gilt vor allem, wenn der Absender einen Zeugen benennt, der das Schreiben gesehen hat.

Ist der Adressat nicht zu Hause, geht das Einschreiben einige Tage ins Postamt. Abholen muss er es nicht. Doch erklärt er später, er habe nichts erhalten, bekommt er vor Gericht Probleme, wenn er vom Einschreiben wissen musste – etwa durch das Fax.

Recht sicher ist auch das Einwurfeinschreiben. Hat die Post den Einwurf gut dokumentiert, nehmen viele Gerichte an, dass es zugegangen ist, wenn der Adressat diesen Anschein nicht erschüttert.

Ganz sicher ist für Gebühren ab 10 Euro die Zustellung durch den Gerichtsvollzieher. Er bezeugt auch den Inhalt des Schreibens.

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