Bewährungs­strafe Meldung

Das Ober­landes­gericht Hamm verurteilte einen Auto­fahrer und dessen Beifahrer wegen gefähr­lichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu einer acht­monatigen Bewährungs­strafe (Az. 4 RVs 159/16).

Der Fall. Die beiden jungen Männer wollten mit ihrem Auto gerade anfahren und nach rechts abbiegen, als ein schneller fahrender Radfahrer sie rechts über­holte. Der Auto­fahrer musste bremsen, um nicht mit dem Radler zusammen­zustoßen. Darauf­hin wollten die Auto­fahrer den Fahr­radfahrer „vom Rad (...) holen“ und ihn zur Rede stellen.

Sie beschleunigten ihr Auto, hupten und über­holten den Fahr­radfahrer. Anschließend lenkte der Fahrer das Auto schräg nach rechts, um dem Radfahrer den Weg abzu­schneiden. Gleich­zeitig öffnete der Beifahrer seine Tür, um den Radweg zu versperren. Der Radfahrer musste ausweichen, prallte gegen ein geparktes Auto und fiel vom Rad. Er erlitt Prel­lungen an der Schulter und Schürfwunden am Knie.

Das derart rück­sichts­lose und vorsätzliche Verhalten der Angeklagten veranlasste das Gericht dazu, beide wegen gefähr­lichen Eingriffs in den Straßenverkehr und gefähr­licher Körperverletzung zu einer Bewährungs­strafe von acht Monaten zu verurteilen. Das Auto sei hier als Mittel zur Verletzung oder Nötigung einge­setzt worden. Das gelte auch für das Öffnen der Beifahrertür, so das Gericht. Es bestätigte damit die Urteile des Amts- und Land­gerichts.

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