Was das Etikett verrät: Wo Gans drauf­steht, darf Ente drin sein

Das Etikett auf der Decke verrät, was in ihr steckt. Dabei dürfen Hersteller sie nicht nach Belieben kenn­zeichnen. Europaweit regelt die Norm EN 12934, was auf dem Etikett stehen muss. Das ist nicht immer leicht zu entschlüsseln.

Synthetik und Naturfaser

Das Etikett nennt die Füllung, etwa Baumwolle, Polyester, Cashmere oder Mischungen.

Daunen und Federn

Angegeben werden Gewichts­prozente, etwa „90 Prozent Daunen, 10 Prozent Federn“. Je höher der Daunen­anteil, desto besser. Daunen geben der Decke Volumen und Elastizität. Federn sind flach und etwa zehnmal schwerer als Daunen. Sie haben weniger Füll­kraft. Um sich Daunen­decke nennen zu dürfen, muss eine Decke mindestens 60 Prozent Daunen enthalten, ansonsten ist es ein Federbett.

Gans oder Ente

Über­raschung: Auch wenn auf dem Etikett „Reine Gänsedaunen“ steht, dürfen bis zu 10 Prozent Entendaunen in der Decke stecken. Steht nur „Gänsedaunen“ drauf, darf sie bis zu 30 Prozent Ente enthalten. Entendaunen sind meist weniger voluminös und wärmen weniger als Gänsedaunen, zudem sind sie billiger. Hersteller mischen häufig Ente unter. Laut Norm müssen sie das nicht angeben. Die Angabe „Federn und Daunen“ bedeutet, dass die Füllung meist 100 Prozent Ente enthält.

Klassen

Daunen­decken sind in Klassen einge­teilt, die der Anbieter auf dem Etikett nennen muss. „Klasse I“ bedeutet, die Decke ist mit neuen Federn und Daunen gefüllt und enthält bis zu 5 Prozent andere Anteile wie Bruch und alte, aufbereitete Ware. „Klasse II“ enthält bis zu 15 Prozent andere Anteile, „Klasse III“ mehr als 15 Prozent.

Wärmeklassen

Viele Anbieter unter­teilen ihre Bett­decken in Wärmeklassen. Oft reichen sie von „Klasse 1“ für ein leichtes Sommerbett bis „Klasse 5“ für schwere Winterbetten. Die Einteilung ist zwar nicht verbindlich geregelt, hilft aber zur Orientierung.

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