Betrug an der Stempel­uhr Meldung

Arbeits­zeit­erfassung. Richtig stempeln gehört zu den Grund­pflichten eines Arbeitnehmers.

Das Verwaltungs­gericht Trier hat einen Beamten um zwei Karriere- und Gehalts­stufen zurück­gestuft, weil er an mindestens 170 Tagen seine Dienst­stelle verlassen hat, ohne sich auszustempeln – und das über zwei Jahre. An den Tagen war der Mann einige Stunden später kurz zur Arbeit zurück­gekehrt, um die „Gehen-Buchung“ nach­zuholen. Aufgefallen war sein Verhalten, nachdem die Zutritts­zeiten an der Haupt­eingangs­tür mit den Daten des Zeit­erfassungs­geräts verglichen wurden. Durch sein Verhalten, so die Richter, habe der Beamte schwer gegen seine beamtenrecht­lichen Pflichten verstoßen (Az. 3 K 1802/13.TR). Eine Entlassung komme aber nicht in Betracht. Zum einen sei der Beamte geständig und wegen der MS-Erkrankung der Ehefrau sei die Situation zuhause belastend. Rechts­kräftig ist das Urteil noch nicht – der Beamte hat Berufung einge­legt.

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