Betrug an der Stempel­uhr Beamter fliegt nach zwei Jahren auf

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Betrug an der Stempel­uhr - Beamter fliegt nach zwei Jahren auf
Arbeits­zeit­erfassung. Richtig stempeln gehört zu den Grund­pflichten eines Arbeitnehmers.

Das Verwaltungs­gericht Trier hat einen Beamten um zwei Karriere- und Gehalts­stufen zurück­gestuft, weil er an mindestens 170 Tagen seine Dienst­stelle verlassen hat, ohne sich auszustempeln – und das über zwei Jahre. An den Tagen war der Mann einige Stunden später kurz zur Arbeit zurück­gekehrt, um die „Gehen-Buchung“ nach­zuholen. Aufgefallen war sein Verhalten, nachdem die Zutritts­zeiten an der Haupt­eingangs­tür mit den Daten des Zeit­erfassungs­geräts verglichen wurden. Durch sein Verhalten, so die Richter, habe der Beamte schwer gegen seine beamtenrecht­lichen Pflichten verstoßen (Az. 3 K 1802/13.TR). Eine Entlassung komme aber nicht in Betracht. Zum einen sei der Beamte geständig und wegen der MS-Erkrankung der Ehefrau sei die Situation zuhause belastend. Rechts­kräftig ist das Urteil noch nicht – der Beamte hat Berufung einge­legt.

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HorstL am 26.06.2014 um 07:11 Uhr
Das ein solche Arbeitszeitbetrüger ...

.... auch noch Berufung einlegt - was ja sein gutes Recht ist - zeigt doch nur, dass er nichtmal ansatzweise ein Unrechtsbewustsein hat.

In diesem Fall geht dessen betrügerisches Verhalten sogar noch zu Lasten der Steuerzahler.

Wo ist hier eigentlich der Unterschied zu einem Steuerhinterzieher, der - hätte er ausmachenden Betrag hinterzogen - sogar mit einer Gefängnisstrafe rechnen müsste?