Alle drei Jahre müssen Firmen prüfen, ob die Betriebsrenten früherer Kollegen zu erhöhen sind. Doch gerade in der jetzigen Wirtschaftskrise wollen viele das vermeiden und verweisen darauf, dass die Anpassung unterbleiben darf, wenn der Betrieb in Schwierigkeiten steckt. Doch dann muss es wirklich um den konkreten Betrieb gehen. Es reicht nicht, wenn die Konzernmutter in Schwierigkeiten steckt, die Tochterfirma aber durchaus Geld für die Erhöhung der Betriebsrenten hat, urteilte das Bundesarbeitsgericht (Az. 3 AZR 727/07).

Tipps: Rentner müssen die Anpassung selbst einfordern. Sie ist eine Holschuld. Die Erhöhung muss sich am Verbraucherpreisindex orientieren. Aber: Wenn der Arbeitgeber sich verpflichtet hat, die Rente jährlich um 1 Prozent erhöhen, oder eine Mindestleistung zugesagt hat, muss nicht zusätzlich alle drei Jahre ­angepasst werden. Ähnliche Ausnahmen gelten für bestimmte Direktversiche­rungen und Pensionskassen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 156 Nutzer finden das hilfreich.