Betriebs­rente Special

Die Betriebs­renten werden für viele Unternehmen zur Belastung: Die nied­rigen Zinsen sorgen dafür, dass sie immer mehr Geld für die Versorgung ihrer Mitarbeiter zurück­legen müssen. Erste Firmen können das nicht mehr stemmen und müssen Insolvenz anmelden. test.de erklärt, was in diesem Fall mit den Betriebs­renten passiert und worauf Betriebs­rentner achten müssen.

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SpecialBetriebs­renteFinanztest 05/2016
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Unternehmen unter Druck

Da geht es den Unternehmen auch nicht anders als privaten Vorsorgesparern: Die nied­rigen Zinsen sorgen dafür, dass sie heute mehr zurück­legen müssen, wenn sie später Geld brauchen. Im Hinblick auf künftige Betriebs­renten wird das für die Unternehmen zum Problem. Manche schaffen es nicht mehr, die Lasten zu stemmen: 2015 musste der Modell­bahnbauer Fleisch­mann Insolvenz anmelden, weil die immer kleinere Belegschaft die hohen laufenden Betriebs­renten nicht mehr erwirt­schaften konnte. Die vorher gebildeten Rück­lagen reichten offensicht­lich nicht aus.

Fünf Wege der Versorgung

Nicht nur die Mitarbeiter betroffener Firmen fragen sich in einem solchen Fall: Was passiert eigentlich mit meiner Betriebs­rente, wenn es meine Firma nicht mehr gibt? In diesem Fall sind die Betriebs­renten jedoch gut abge­sichert. Etwas unüber­sicht­lich wird es nur dadurch, dass es in Deutsch­land fünf verschiedene Wege der betrieblichen Alters­versorgung mit unterschiedlichen Systemen gibt. Große Unternehmen zahlen die Betriebs­rente häufig aus dem eigenen Betriebs­vermögen. Die meisten Firmen lagern die Alters­versorgung jedoch aus, auf eine externe Versicherung oder einen externen Fonds. Wie vorgesorgt wird, entscheidet allein der Arbeit­geber.

Betriebs­rente vor Gericht

Schon vor einer Pleite darf ein Unternehmen an zukünftige Betriebs­renten ran. Ist das Unternehmen in wirt­schaftlichen Schwierig­keiten, darf es unter bestimmten Bedingungen die Ansprüche ihrer Belegschaft kürzen. Dafür haben die Gerichte jedoch Abstufungen etabliert, wie schlimm es um ein Unternehmen stehen muss und welche Eingriffe dann erlaubt sind. Da diese Rege­lungen aber nicht sehr konkret definiert sind, treffen sich Arbeit­geber und Arbeitnehmer in dieser Frage immer wieder vor Gericht. Zuletzt zogen zum Beispiel Mitarbeiter des Strom­konzerns EnBW vor das Arbeits­gericht: Sie wollten eine neue Versorgungs­ordnung zum Nachteil der Mitarbeiter verhindern. Das Gericht erkannte die wirt­schaftlichen Schwierig­keiten des Unter­nehmens aber als ausreichend an, um die Betriebs­renten neu zu regeln.

Betriebs­renten müssen angepasst werden

Ein weiterer häufiger Streit­punkt sind die Anpassungen der Betriebs­renten an die steigenden Verbraucher­preise. Firmen, die ihren Mitarbeitern eine Rente aus dem Betriebs­vermögen zahlen, müssen alle drei Jahre prüfen, ob sie die Renten an die Inflation anpassen müssten. Nur wenn wirt­schaftliche Gründe dagegen sprechen, können Unternehmen diese Anpassung aussetzen. Auch hier müssen häufig Gerichte klären, ob es wirk­lich wirt­schaftliche Probleme gibt, die ausreichend groß sind, um die Betriebs­renten einzufrieren. Wichtig ist jedoch, dass Betriebs­rentner regel­mäßig prüfen, ob eine Anpassung statt­gefunden hat.

Das bietet der Finanztest-Artikel

  • Sicherungs­systeme: Je nach Durch­führungsweg kommen im Fall einer Insolvenz des Arbeit­gebers oder einer Insolvenz der Versorgungs­einrichtung unterschiedliche Sicherungs­systeme zum Einsatz. test.de zeigt in einer Infografik, welche Einrichtung in Ihrem Fall einspringt.
  • Muster­brief: So fordern Sie eine Erhöhung der Betriebs­rente bei Ihrem ehemaligen Arbeit­geber, wenn dieser die Anpassung ausgesetzt hat.
  • Prüfung: In welchen Fällen sollten Arbeitnehmer ein Arbeits­gericht prüfen lassen, ob eine Kürzung der Betriebs­renten recht­mäßig ist.
  • Ansprech­partner: An diese Vereine können Sie sich wenden, wenn Sie Probleme mit Ihrer Betriebs­rente haben.

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